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Wissenschaftliche Zeitschriften
Abschätzung der potentiellen geografischen Verbreitung parasitischer Unkräuter als Beitrag zum Risikomanagement: Fallstudie über Orobanche crenata
Zusammenfassung
Die potentielle Verbreitung des parasitischen Unkrauts Orobanche crenata wurde in einer kombinierten Literatur-, Labor- und Simulationsstudie untersucht. Populationen des Wurzelparasiten existieren nur in Regionen mit mediterranem Klima, obwohl eine Entwicklung bis zur reifen Pflanze auch im gemässigten Klima möglich ist, und Samen von O. crenata bei Temperaturen bis -20 °C überleben können. Vermutlich verhindert das Dormanzverhalten ihrer Samen die Verbreitung der Art nach Norden, da bei durchgehend feuchtem Boden kaum Dormanzaufhebung stattfindet. Die Ergebnisse von Sensitivitätsanalysen mit Simulationsmodellen legen nahe, dass ein Wandel zu wärmerem und/oder trockenerem Klima das Risiko einer Etablierung von O. crenata in höheren Breiten erheblich steigern würde. Die gewonnenen Informationen können in Kombination mit Daten zum Anbau von Wirtspflanzen einen Beitrag zum Risikomanagement leisten.
Keywords/Stichworte:Parasitische Unkräuter; Orobanche crenata ; geografische Verbreitung; globale Erwärmung; Dormanz
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Autor:J.H. GRENZ, J. SAUERBORN, Institut für Pflanzenproduktion und Agrarökologie in den Tropen und Subtropen, Universität Hohenheim, Garbenstraße 13, D-70599 Stuttgart, E-Mail: jangrenz@uni-hohenheim.de, sauerbn@uni-hohenheim.de

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