Aktuelles
 
Stiftungszweck
 
Karl Foerster
 
Der Bornimer Kreis
 
Lenné-Preis
Ulmer-Preis
 
Aktivitäten
 
Beispiel-Gärten
   Karl-Foerster-Garten
   Freundschaftsinsel
   Weihenstephan
   Weinheim
   München Westpark
   Hannover Berggarten
   Stuttgart Killesberg
   Berlin Britzer Garten
   Garten Piet Oudolf
   Garten Mien Ruys
   Priona Garten
   Amstelveen Heemparks
   Paris Parc Citroen
   Enköpping
   Garten Beth Chatto
   Great Dixter
 
Impressum / Kontakt
 

 

 

 

 

 

 

     
 

München Westpark

Der Wettbewerb für die Planung des 60 ha großen Parks wurde 1976 im Hinblick auf die IGA `83 ausgelobt. Er war gedacht als Park zur „physischen und psychischen Rekreation“ mitten in einem städtischen Belastungsgebiet.

Vor Beginn der Bauarbeiten war der Park eine brach liegende Restfläche zwischen Autobahn und Hochhäusern. Entsprechend hoch waren die Abgas-, Lärm- und Staubbelastungen. Aufgabe war es, Maßnahmen zu deren Eindämmung zu finden. Der Park sollte das Freiraumdefizit im Münchner Westen ausgleichen und hauptsächlich Ruhebereiche und landschaftliche Räume enthalten.

Die Auslobung gewann der Münchner Landschaftsarchitekt Peter Kluska. Drei Hauptelemente kennzeichnen seinen Park: das Relief, die Vegetationsstruktur und die Wasserflächen. Begonnen wurde mit der Modellierung des Geländes, indem der innere Bereich, der Talgrund, um 6-8m unter das ursprüngliche Niveau abgesenkt wurde. Das Erdmaterial wurde für die Aufschüttungen am Rand genutzt, um den Park gegen die unwirtliche Gegend abzuschirmen. Außerdem wurden Aussichtshügel errichtet, die sich bis 25m über den neuen Talgrund erheben. Wichtig war Kluska, von dort eine freie Sicht über den Park, die Silhouette der Stadt, in die freie Landschaft im Süden und bei Föhnwetterlage auf das Alpenpanorama zu haben.

Für die IGA wurden vier Leitideen entwickelt:

  • Internationalität
  • Natur in der Stadt
  • Ästhetik und Gestalt der Pflanze
  • Grüne Spiele, grüne Erholung.

Ihnen wurde mit der Anlage von Nationengärten, Öko-Gärten und Umweltpavillon, Stauden- und Rosengärten, Kinderspielbereichen und Rasenflächen Rechnung getragen.

Schwerpunkt der IGA München waren die Staudenwettbewerbe. Sie sollten Besuchern und Hobbygärtnern die richtige Staudenverwendung in ihren Lebensbereichen nach dem neuesten Stand der Forschungen näher bringen.

Staudenpflanzungen nach Lebensbereichen

Der Bereich der Sonnenstauden ist der wurde von Rosemarie Weisse gestaltet. In diesem Gebiet befinden sich Frühlings- und Sommerblumen, der Hemerocallis (Taglilien) und Iris (Schwertlilien), der Steingarten mit Zwergiris (Iris barbata nana-Sorten), Freiflächen mit Hemerocallis (Taglilien) und Achnatherum calamagrostis (Rauhgras), die Prachtstaudenbeete (z.B. mit dem „Blauen Garten“ bestehend aus Delphinium-Sorten (Rittersporn) oder der „Rosa-Violette Garten“ mit Paeonia-Sorten (Pfingstrosen), Phlox-Sorten (Flammenblume) und Aster-Sorten (Astern)  und die Steppenheide. Der Sonnenstaudenbereich wird sehr gern von Liebhabern und Fachkundigen aufgesucht, die sich über die Verwendung von Stauden nach ihren Lebensbereichen kundig machen wollen.

Plan
Bepflanzungsplan der Hemerocallis-Pflanzung (aus Weiße, R., Rücker, K., 1990: 13)

 

Besitz: öffentlicher Park
Öffnungszeiten: ganzjährig offen
Eintritt: frei
Anschrift: München, Untersendling (mehrere Eingänge z. B. Preßburger Straße, Hansastraße)
Anfahrt::
U 6, Westpark; Bus 33

Literatur:

Kluska, P., 1983: Der Westpark – Landschaft in der Stadt. Gartenpraxis 5/1983: 8-14.
Teutsch, G., 1983: Beet- und Sonnenstauden. Garten + Landschaft 9/1983: 299.
Weiße, R., 1983: Iris und Taglilien in guter Gesellschaft. Gartenpraxis 5/1983: 30-33.
Weiße, R., Rücker, K., 1989: Zeitgemäße Staudenpflanzung. Gartenpraxis 8/1989: 54-57.
Weiße, R., Rücker, K., 1989: Zeitgemäße Staudenpflanzung. Felssteppe. Gartenpraxis 11/1989: 21-29.
Weiße, R., Rücker, K., 1990: Zeitgemäße Staudenpflanzung. Gestalten mit Hemerocallis. Gartenpraxis 7/1990: 9-13.






















 
     
 
© 2004 Verlag Eugen Ulmer