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14.
Sep

Aibika - Okra des Nordens

2010Eingetragen von Gartenkueche 0 Kommentare
Aibikafrüchte, nur die kleinen sind genießbar
Trotz Klimaerwärmung ist es nicht zu übersehen: wir leben in nördlichen Breiten, die dem Gemüseanbau Grenzen setzen. Eine feine Gemüsespezialität aus wärmeren Ländern ist Okra. Okra (Abelmoschus esculentus) ist bei uns vor allem aus indischen und pakistanischen Restaurants bekannt. Beliebt ist es auch in Afrika und der Karibik, in arabischen Ländern und im östlichen Mittelmeerraum, wo es im langen warmen Sommer kontinuierlich geerntet werden kann. Bei uns ist Okra-Anbau nicht von Erfolg gekrönt. Auf der Suche nach einem Ersatz für die kleinen frischen grünen Kapseln, die wenige Tage nach der Blüte bereits geerntet werden können, kann man bei einer nahe verwandten Art fündig werden: Der Maniok-Hibiskus oder die Aibika mit dem wissenschaftlichen Namen Abelmoschus manihot ist eine in gleicher Weise essbare Art aus dem tropischen Asien.
Die einjährige Feldfrucht wächst in einer Saison aus Samen, die Sie ab dem zeitigen Frühjahr vorziehen können. Im Laufe des Sommers entwickeln sich dann hochwüchsige, verzweigte Pflanzen mit sehr hohem Zierwert, durch die Roten Stängel und die großen gelben Blüten (Bild 2), die die Verwandtschaft zu Hibiskus offenbaren.
Lassen Sie die frischen grünen Fruchtkapseln nicht zu groß werden, denn sie werden sehr schnell hart und damit ungenießbar. Mit nur ein bis zwei Zentimeter Länge sollten Sie die behaarten Früchte ernten. Sie können sie einige Zeit aufheben, bis genügend weitere Kapseln nachgewachsen sind. Vor der Zubereitung sollten Sie die Früchte von ihren roten Kelchblättern befreien (Bild 3). Okra wird gerne zusammen mit Tomaten und gehackten Zwiebeln in Öl gekocht und ist eine beliebte Gemüsebeilage zu vielen Gerichten. In gleicher Weise können Sie auch die dickeren und behaarteren Aibika-Früchte zubereiten. Wie Okraschoten sind sie innen gelatinös und enthalten zahlreiche weiche Samen, die einfach mitgegessen werden.
Aus ausgereiften Früchten lassen sich die harten kugeligen Samen für die Aussaat im nächsten Jahr gewinnen.

 

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