Alles vom Chicorée
Jetzt ist Erntezeit für Chicorée. Bevor der Boden gefriert sollen die Wurzeln des Chicorée ausgegraben und eingelagert werden. Die großen tief reichenden Rüben überdauern den ganzen Winter in der Miete und können dann jederzeit entnommen werden um sie anzutreiben.
Beim Ernten sind jetzt noch die grünen Chicoréeblätter an der Pflanze. Sie vertragen leichten Frost von ungefähr -5 ° C, darunter erfrieren sie. Am besten ist es, die Chicorée-Rüben in Etappen auszugraben, denn dann können Sie von jeder Charge auch die inneren grünen Blätter frisch in der Küche verwenden.
Vor dem Einlagern der Rüben zur Überwinterung müssen die Blätter des Sommers von den Rüben ohnehin entfernt werden. Das geht am besten durch Abschneiden mit einem scharfen Messer etwa 0,5 bis 1 cm über dem Wurzelhals. Die großen äußeren Blätter verwerfen Sie, die inneren kleinen (Bild 1) sollten Sie unbedingt verwenden. Sie sind roh allerdings recht bitter. Gekocht schmecken sie fast wie Bleichchicorée, haben sogar mehr Aroma und einen höheren Gesundheitswert. Die Blätter bleiben beim fünf-minütigen Abkochen schön grün. Bevor sie zu weich werden sollten Sie sie aus dem Kochwasser nehmen und auf einem Teller anrichten. Mit Essig und Öl sowie Salz und Pfeffer oder Chili ergeben sie einen warmen Beilagensalat.
Selbstverständlich schmecken die grünen inneren Chicoréeblätter auch in der Ihnen gewohnten Zubereitung für Bleich-Chicorée gut oder fein geschnitten und roh in andere Salate ähnlich Löwenzahn.
Ebenfalls sehr lecker sind kleine Chicorée-Rüben beziehungsweise, die Wurzeln die zu klein gebliebenen sind und für die Treiberei deswegen ungeeignet (Bild 2). Diese nur 0,5 bis 1 cm dicken aber schön gerade gewachsenen Rübchen können Sie mitsamt den Blättchen kurz in Wasser abkochen und als warmen Salat zubereiten.
Die Würzelchen schmecken übrigens auch pur, also ohne Blätter abgekocht und sind dann schön hell. Sie können ähnlich wie Schwarzwurzeln aber ohne lästiges Schälen und ohne vom Milchsaft klebrige Finger, Töpfe und Messer verwertet werden. Sie sind ein wenig bitter und leicht süßlich. Die frischen kleinen Wurzeln sind zart und werden beim Kochen schnell weich.
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