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12.
Jul

Basilikum

2010Eingetragen von Gartenkueche 1 Kommentare
Genoveser Basilikum

Basilikum können Sie selbst auszusäen wenn es richtig warm ist. Dann keimt es schnell, wächst ohne Probleme und bildet kräftige Pflanzen. Allerdings benötigt Basilikum neben viel Wärme und Sonne auch ausreichend und täglich Wasser. Bei feuchtem Wetter ist der Anbau im Garten wegen allzu gefräßiger Schnecken nicht zu empfehlen, so dass Sie Basilikum besser in Kästen und Töpfen auf dem Balkon ziehen. Damit Sie das Basilikum über den ganzen Sommer ernten können, sollten Sie die entstehenden Blütentriebe regelmäßig ausbrechen. So verzweigt es sich immer weiter. Damit auch die nachwachsenden Blätter schön groß und grün werden ist eine regelmäßige Düngung empfehlenswert.
Basilikumarten sind einjährige Pflanzen. Es gibt zahlreiche Arten und Sorten mit verschiedenem Aussehen und unterschiedlichem Geschmack. Meistens werden nur die Blätter verwendet. Neben den typisch italienischen Sorten ist auch rotes Basilikum, Thaibasilikum und Zitronenbasilikum von großem Interesse für die feine Küche. Allen Sorten ist der exquisite Duft gemein, wenn auch unterschiedliche Aromakomponenten nach Nelke, Zitrone, Anis, Lakritz, Kampher oder Zimt wahrnehmbar sind. Die Arten und Sorten lassen sich botanisch schwer voneinander abgrenzen. So verlässt man sich bei der Auswahl am besten auf die eigenen Nase.

Großblättriges und Genoveser Basilikum (Bild 1) ist die klassisch italienische und stark aromatische Sorte. Die Blätter sind groß, satt grün und weich, die Blüten weiss, die Pflanzen ertragreich. Dieses Basilikum steckt auch im echten Pesto, also einer Mischung aus zerstoßenen Blättern mit Knoblauch, Olivenöl, Pinienkernen sowie Parmesan und Pecorino. Es schmeckt pfeffrig-süß und verträgt auch Erhitzen ohne sein Aroma zu verlieren. So eignet es sich als grünfärbende Zutat in Gnocchi oder auf Pizza. Es ist ein besonderer Genuss mit bestem Olivenöl zu Büffelmozarella, auf Tomatensuppe oder Tomatensalat.

Thaibasilikum (Bild 2) hat ein leichtes Anisaroma und schmeckt besonders süß. Es hat grüne Blätter und rote Blüten. Ganze Triebenden, eventuell mit Blüten, werden nach dem Kochen den Speisen zugegeben und kurz ziehen gelassen. Thaibasilikum eignet sich hervorragend für Suppen und Thai-Curries mit Kokosmilch.

Heiliges Basilikum oder Tulsi (Bild 3) hat seinen Platz in der Thaiküche. Es ist von besonders intensivem und scharfem Geschmack mit starkem Nelkenaroma. Tulsi kann in asiatischen Pfannen- beziehungsweise Wokgerichten mitgebraten werden, verliert dabei nicht sein Aroma! Bei Tulsi verwendet man Zweige im Ganzen zur Aromatisierung und isst sie nicht mit.

Kommentare:

Es gilt sich durchzuprobieren: Großes grünes Genoveser...

Auf diesen Kommentar antworten

küchenzwerg (15.08.2010 20:53:58)

... Serrata, oder Thai, oder oder. Basilikum ist schon etwas kompliziert. Aber mein Fazit: 'Serrat' das krause, robuste mit dem milden Geschmack. Ich hab' das mal mit ein paar Duftblattpelargonien gepanscht... Duftpelargonien-Pesto zu Nudeln/Spaghetti: 100gr Pinienkerne ohne Öl oder Fett in einer beschichteten Pfanne rösten. Danach zerkleinern. Drei gehackte Knoblauchzehen und drei Tassen diverse Duftpelargonien-Blätter nach Geschmack fein kacken und zu den Pinienkernen geben. Dann 150ml Olivenöl nach und nach unter Mixen (Zauberstab) dazugeben bis die ganze Masse cremig ist. 80gr geriebenen Parmesan zum Pesto geben und verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. TIPP: statt drei Tassen pure Pelargonienblätter kann auf zwei Tassen auch mit eine Tasse Basilkum (z.B. Sorte ‚Serrata’) ergänzt werden.

 

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