Feuerbohnen
Feuerbohnen haben wegen ihrer feuerroten Blüten und satt grünen Blätter hohen Zierwert. Sie ranken schnell an Zäunen und Lauben hoch und bilden während des Sommers einen blickdichten Bewuchs. Die Bohnen aus dem mexikanischen Hochland sind unempfindlich gegen Kälte und Nässe und gedeihen auch noch in weiter nördlich gelegenen Regionen sowie im Bergland wesentlich besser als Busch- und Stangenbohnen. Sie sind anspruchslos, brauchen aber viel Platz und volle Sonne. Sie können direkt in den Garten ausgesät werden und keimen sehr zuverlässig. Für einen dichten Bewuchs an einem Spalier oder einer Bohnenstange brauchen Sie nur einige Pflanzen. Die Pflanzen wachsen und blühen den ganzen Sommer lang und setzen kontinuierlich Hülsen an, solange der Boden ausreichend feucht ist. Bei Trockenheit werden die Blüten abgeworfen, die frisch bestäubten Böhnchen können vertrocknen. Bei normalem Wachstum werden Feuerbohnenhülsen bis zu 35 cm lang. Sie sind unregelmäßig breit und gekrümmt und haben eine raue Oberfläche.
Selbst im Herbst wenn Busch und Stangenbohnen stark unter Rostpilzen leiden werden Feuerbohnen kaum von Krankheiten befallen, sie bleiben also schön anzuschauen. Daneben produzieren sie auch im Herbst noch schmackhafte Hülsen.
Die Prunk- oder Feuerbohne trägt den wissenschaftlichen Namen Phaseolus coccineus. "Kokkinos" ist das griechische Wort für Rot.
Verwendung und Zubereitung
Die noch weichen grünen Hülsen mit ungefähr halber voller Länge und ohne dicke Samen darin (Bild 2) können Sie wie grüne Bohnen zubereiten. Besonders gut sind sie in Eintöpfen oder Suppen. Sie haben ein gutes Aroma und werden beim Kochen zart. Sogar Einfrieren ist möglich. Sie sollten die grünen Feuerbohnenhülsen allerdings nach der Ernte frisch verwenden. Beim Lagern werden sie faserig und verlieren ihren Wohlgeschmack.
Sind die Hülsen an der Pflanze bereits groß und fest und enthalten größere Bohnenkerne, dann lohnt es sich ausschließlich die frischen Samen zu ernten oder die Hülsen bis zur vollen Reife und zur Gewinnung von Trockenbohnen weiter wachsen zu lassen.
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