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25.
Nov

Gemüse einmieten

2010Eingetragen von Gartenkueche 1 Kommentare

Wurzelgemüse wie Sellerie, Karotten, Rote Bete, Kohlrüben oder Winter-Rettiche sollten Sie jetzt, vor dem ersten strengen Frost abernten. Sinken die Temperaturen unter - 5 ° C, dann können Frostschäden auftreten, die zu Faulstellen führen. Solches Gemüse ist nicht mehr lagerfähig.

Die traditionelle Lagermethode für Wurzelgemüse war die Gemüsemiete. Darin blieben die Gemüse 6 bis 7 Monate von Oktober bis März oder April knackig frisch. Gemüsemieten sind wasser- und luftdurchlässige Holzverschläge, die tief im Boden eingegraben und damit vor starkem Frost geschützt sind. Diese Lagerung funktioniert hervorragend auch ohne Strom zur Kühlung. Bequem ist die Handhabung der Miete aber nicht! Bei jedem Wetter 80 cm tief im Boden mit den Händen nach Gemüse zu suchen, ist nicht mehr zeitgemäß.

Die elegantere Methode ist die Gemüsemiete außerhalb des Bodens in einem kalten Keller, Schuppen, der Garage oder auf dem Balkon. Als Miete kann beispielsweise ein großer Pflanzkübel oder eine Mörtelwanne dienen. Gefüllt wird wie bei der traditionellen Methode. Als Füllmaterial ist Sand geeignet, genauso aber auch Torf oder Blumenerde. Nur vollkommen gesunde Wurzelgemüse dürfen in die Miete. Beim Befüllen sollten sie also ganz besonders auf Fäulnis oder Wurmfraß achten. Drehen Sie die Blätter ab und kürzen Sie die Wurzeln ein. Die Erde darf haften bleiben. So werden die Gemüse dicht an dicht nebeneinander gelegt und dann jeweils schichtweise mit Sand oder Erde bedeckt. Es ist praktisch, die Miete in Bereiche wie Kuchenstücke zu unterteilen, so dass alle verschiedenen Gemüsearten jeweils von oben zu erreichen sind.

Der Küchen-Tipp: Die abgedrehten Sellerieblätter sollten sie säubern und eine Weile aufheben. Bis zu zwei Wochen lang können Sie sie immer wieder verwenden. Sellerieblätter sind ein gutes Suppengrün und kleingeschnitten auch in Gemüsepfannen sehr würzig.

Der Begriff "Miete" kommt übrigens von lateinisch "Kegel". Mieten in der Landwirtschaft werden kegelförmig aufgehäuft: Futter- und Zuckerrüben werden noch heute auf große lange Haufen geschichtet und mit Folie, Heu und Stroh als Frostschutz bedeckt.

Kommentare:

Erdmiete aus Frühbeet

Auf diesen Kommentar antworten

brennesselkraut (22.10.2011 09:59:07)

Danke für den Beitrag! Habe heuer aus meinem Frühbeet ein Erdmiete gemacht. Beschreibung und Fotos siehe Salat und Gemüse in der Erdmiete lagern

 

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