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06.
Jul

Neuseeländer Spinat

2009Eingetragen von Gartenkueche 0 Kommentare
Neuseeländer Spinat

Für den Anbau von Spinat ist der Sommer keine geeignete Zeit. Bevor er groß genug zum Ernten wird, fängt er bereits an zu schießen. Jetzt sollten Sie auf andere spinatartige Blattgemüse setzten, die nicht nur hervorragend schmecken, sondern auch gut im Garten gedeihen.
Für die heiße Jahreszeit ist der Neuseeländer Spinat (Tetragonia tetragonioides) bestens geeignet. Er sieht Spinat ähnlich und schmeckt vergleichbar, hat allerdings dickfleischige, wasserspeichernde, sukkulente Blätter. Er gehört zur Pflanzenfamilie der Eiskrautgewächse (Aizoaceae), deren Vertreter absolut trockenheitsverträglich und an wüstenähnliche Bedingungen angepasst sind. Die Pflanzenfamilie der Aizoaceae ist vor allem im südlichen Afrika und in Australien verbreitet und bringt dort auch exotische Zierpflanzen wie die Lebenden Steine und widerstandsfähige Bodendecker wie die wunderschön blühenden Mittagsblumen hervor. Neuseeländer Spinat wächst wild an den Küsten Japans, im pazifischen Raum, in Australien und Neuseeland. Überall hier wird er als Gemüse verwendet.

Sie können ihn aus Samen selber kultivieren. Da Neuseeländer Spinat am besten bei hohen Temperaturen keimt, können Sie ihn im Frühbeet vorziehen. Das hat auch den Vorteil, dass Sie ihn beim Verpflanzen gleich vereinzeln können, denn aus einem Samen entspringen drei bis vier Keimlinge. Natürlich können Sie den Neuseeländer Spinat auch direkt in den Garten säen. Zur Beschleunigung der Keimung sollten Sie die Samen einen Tag vorher einweichen. Neuseeländer Spinat bildet bei Wärme dann bald Verzweigungen, die sich kriechend ausbreiten und einen halben Meter lang werden können. Diese Verzweigungen beziehungsweise die vorderen 15 cm davon können Sie ernten. Tetragonia treibt dann den ganzen Sommer weiter aus.
Die Inhaltsstoffe sind ähnlich wie bei Spinat, auch Tetragonia enthält Oxalat. Neuseeländer Spinat akkumuliert auch Nitrat in den Blättern, weswegen er zurückhaltend mit Stickstoff gedüngt werden sollte. Für eine gute und lang anhaltende Ernte knackiger, grüner Blätter ist dennoch Bewässerung und Düngung erforderlich.
Sie können Neuseeländer Spinat genauso vielfältig wie Blattspinat zubereiten, als Salat oder gedünstet, für Spinatkuchen oder Lasagne. Neuseeländer Spinat ist ergiebig, fällt kaum zusammen und bleibt bißfest.

Demnächst mehr von spinatartigen Blattgemüsen...
 

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