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06.
Sep

Speise-Flaschenkürbis

2010Eingetragen von Gartenkueche 0 Kommentare
Flaschenkürbis, junge, essbare Früchte
Dieses Jahr war nicht einfach für tropische Pflanzen mit langer Vegetationszeit. Umso erfreulicher entwickelte sich der essbare Flaschenkürbis, die Herkuleskeule oder Kalebasse, wie dieses Kürbisgewächs genannt wird. In Asien werden die langen schmalen Flaschenkürbisse ganz jung als Gemüse zubereitet. Es handelt sich um die Art Lagenaria siceraria, von der es viele verschiedene Formen gibt. Die ausgewachsenen, reifen Früchte sehen wie Flaschen oder lange Keulen aus und bilden eine holzige, haltbare Schale. Sie können ausgehöhlt und als Trinkgefäße verwendet werden. Man sieht sie auch bemalt zur Dekoration oder mit Schnitzereien in der Rinde. Je nach Sorte können die Keulen über 1 Meter lang werden und dabei ziemlich gerade wachsen oder kreisrund gebogen sein. Die kürzeren, dickeren Flaschen sind tailliert und fassen leicht ein bis zwei Liter. Die Pflanze rankt an allem hoch und wird einige Meter lang und sehr stabil. Die Blätter sind herzförmig, groß, behaart und auffällig weich anzufassen - anders als bei Zucchini und Kürbis. Die Blüten sind rein weiß und öffnen sich Abends (Bild 2). Sie werden von Nachtinsekten bestäubt.
Die jungen Früchte haben eine weiche behaarte Schale und sehen ansonsten wie sehr dünne, sehr lange Zucchini aus (Bild 1; Originalgröße). Sie sind knackig und bissfest mit einer ganz leichten aber angenehmen Bitterkeit. Deswegen machen sie sich gut in Wok-Gerichten oder Suppen zusammen mit anderem Gemüse und Fleisch oder Tofu. Oder braten Sie die in mundgerechte Stücke geschnittenen Flaschenkürbisse mit frischem Ingwer, Knoblauch und Chili an und löschen sie mit Sojasoße ab - ein Genuss. Nicht verkochen!
Im Frühjahr nach dem Auspflanzen erwies sich der Flaschenkürbis als weniger kälteempfindlich als beispielsweise Gurken. Im Verlauf des verregneten Sommers blieben sie gesund und sehr wüchsig. Jetzt im Herbst sind noch viele junge Früchte davon ernten. Das Wachstum dieser Art ist erstaunlich, sogar im Topf (Bild 3).

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