Weinbergspfirsiche
Der Pfirsichbaum (Persica vulgaris oder synonym: Prunus persica) stammt ursprünglich aus China, kam aber schon vor langer Zeit bis in den Mittelmeerraum und sogar zu uns. In begünstigten Lagen wuchs und wächst bei uns der heimisch gewordene Weinbergspfirsich, der intensiv duftet und ein tolles, herb-süßes Aroma hat. Sein Fruchtfleisch ist weiß (Bild1).
Der kommerzielle Pfirsichanbau findet in südlichen Ländern am Mittelmeer statt. Pfirsiche im Handel für den Frischverzehr beziehungsweise als Tafelobst beginnen häufig schon am Einkaufstag zu faulen. Völlig enttäuschend sind Pfirsiche, deren Fruchtfleisch innen schaumig ist. Wegen solcher Qualitätsprobleme erfreuen sich urwüchsigere Pfirsiche wie beispielsweise Plattpfirsiche zunehmender Beliebtheit. Sie sind klein und haben innen weißes Fruchtfleisch wie der Weinbergspfirsich. Auch geschmacklich sind sich der urwüchsige Plattpfirsich und der Weinbergspfirsich sehr ähnlich. Beide sind niemals schaumig, zumindest dann nicht, wenn sie extensiv auf durchlässigen, eher sandigen Böden wachsen und sehr viel Sonne abbekommen. Beim wild wachsenden Weinbergspfirsich mit dem herb-aromatischen Geschmack und den kleinen Früchten ist der Stein gut lösend und die leicht wollige Haut ist abziehbar.
Anders als bei vielen anderen Obstarten wächst solch ein Pfirsichbaum mit seinen guten Frucht- und Geschmackseigenschaften aus einem Stein beziehungsweise Samen heran. Er muss nicht veredelt werden und braucht keine Unterlage. Nach nur drei Jahren kann der Sämling zum ersten Mal tragen, nach fünf Jahren ist der Ertrag bereits sehr hoch und nach ca. 10 bis 15 Jahren sollte auf einen neuen Baum gesetzt werden, denn Pfirsichbäume werden weder besonders groß noch alt. Ein Pfirsichbaum macht sich übrigens auch im Blumenbeet gut, denn er blüht im zeitigen Frühjahr wunderschön mit intensivem Rosa (Bild 2).
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