Abo exklusiv
Wissenschaftliche Zeitschriften
Verbreitung, Bedeutung und Bekämpfung von Trespe-Arten im mittleren Westen Deutschlands
Zusammenfassung
Die Trespenarten müssen zu den wichtigen Unkrautarten im Ackerbau gezählt werden. Aufgrund des vermehrten Anbaus von Raps und Winterweizen und der Zunahme der red. Bodenbearbeitung ist nach wie vor eine leichte Ausbreitungstendenz zu erkennen. Allerdings kann ein jährlich wiederkehrender Pflugeinsatz das Auftreten der Trespe auch nicht immer ausschließen. Bromus sterilis ist die bedeutendste Art, jedoch kommen rel. häufig auch Vergesellschaftungen mit anderen Arten der Gattung Bromus vor. Bei der Verteilung des Unkrautes im Feld wird der Feldrand als betroffene Region am häufigsten genannt. Jedoch kommen alle anderen denkbaren Verteilungsmuster ebenfalls vor. Ein Besatz auf dem gesamten Feld ist seltener anzutreffen. Tritt die Trespe ganzflächig auf werden teilweise auch Saatgutkontaminationen als Ursachen angeführt. Es gibt keine regionale Begrenzung des Trespenvorkommens, allerdings weisen die intensiven Ackerbauregionen mit Ausnahme der höheren Lagen der Mittelgebirge einen höheren betroffenen Flächenanteil auf.
Bei stärkerem Besatz reagieren die Landwirte mit Gegenmaßnahmen. Häufig werden Feldrandhygiene, Intensivierung der Stoppelbearbeitung (inkl. Glyphosateinsatz) und die Verwendung zusätzlicher Herbizidanwendung im Nachauflauf genannt. Der Einsatz von ALS-Hemmern mit Trespenwirkung im Wintergetreide führt häufig nicht zum gewünschten Ergebnis. Hier scheint Beratungsbedarf zu bestehen, um die Effektivität der Maßnahmen zu fördern.
Keywords/Stichworte:ALS-Hemmer; reduzierte Bodenbearbeitung; Bromus sterilis ; B. commutatus ; B. mollis ; B. secalinus
Downloads: (Hinweis zu PDF-Dokumenten)
![]()
Download (Full Article in german) (PDF)
Autor:J. PETERSEN, Fachhochschule Bingen, Fachrichtung Agrarwirtschaft, Berlinstr. 109, 55411 Bingen, E-Mail: petersen@fh-bingen.de

Preview