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Allelopathie mitteleuropäischer Ackerunkräuter – eine Übersicht
Zusammenfassung
Allelopathie im engeren Sinne, das heißt die gegenseitige Beeinflussung höherer Pflanzen durch Ausscheidung von Stoffwechselprodukten, ist in der Natur weit verbreitet und auch von Unkräutern und Kulturpflanzen bekannt. Derzeit gibt es allelopathische Untersuchungen über mindestens 66 ein- und mehrjährige mitteleuropäische Ackerunkräuter, wobei meistens die Wirkung auf Kulturpflanzen im Vordergrund steht und weniger die auf andere Unkräuter. Dabei dominierten hemmende allelopathische Effekte gegenüber fördernden. Allelopathische Unkräuter können gelegentlich aber auch Pflanzensukzessionen modifizieren. Innerhalb der Agrobiozönose dürfte zunächst der allelopathische Einfluss einiger Ackerunkräuter auf andere Unkräuter und vor allem auf Kulturpflanzen dominieren. Da viele allelopathische Substanzen sowohl epigäisch als auch im Boden direkt auf Mikroorganismen und die Fauna wirken, sind weitere Interaktionen möglich. Hinzu kommen zahlreiche indirekte Effekte. Die Nutzung der Allelopathie von Ackerunkräutern ist dort denkbar, wo damit Kulturpflanzen gefördert und andere Unkräuter reduziert werden, oder wo durch Bodendeckung oder Mulch mit Unkräutern die Verunkrautung mit anderen Arten verringert wird. Auch könnten 'biologische Herbizide' aus allelopathischen Substanzen oder allelopathischen Unkräutern entwickelt werden. Zukünftig sollte die Untersuchung allelopathischer Effekte von Unkräuter eine stärkere Beachtung erfahren.
Keywords/Stichworte:Allelopathie; Phytotoxizität; Unkräuter; Kulturpflanzen; invasive Pflanzen; Mikroorganismen; Insekten; Agrobiozönose; Boden; Herbizide
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Autor:H.-P. MALKOMES, Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für Unkrautforschung, Messeweg 11-12, D-38104 Braunschweig; E-Mail: H.Malkomes@bba.de

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