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Ackerwildkräuter als „ökologische Leistung“ – Entwicklung einer Methode zur Feststellung förderwürdiger, artenreicher Ackerflächen

Zusammenfassung
Die floristische Diversität wird immer häufiger als Indikator für eine naturgerechte Bewirtschaftung genutzt. Während sie in Grünlandsystemen bereits Grundlage zur Honorierung besonderer ökologischer Leistungen (z.B. in der Schweiz und in Baden-Württemberg) ist, wird die Wildkraut-Artenvielfalt auf Äckern erst anfänglich als honorierbare ökologische Leistung diskutiert. Im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Erfassung biotischer Leistungen auf landwirtschaftlicher Betriebsebene wurde u.a. auch eine Methode erarbeitet, welche die pflanzliche Biodiversität von Ackerflächen berücksichtigt. In dem Beitrag werden die Entwicklung der Methode und ihre Anwendung dargestellt. Dabei beruht die Einstufung als artenreiche Ackerfläche auf dem Vorhandensein sogenannter Acker-Kennarten. Zur Erfassung der Artenvielfalt werden Ackerschläge mittig in Bearbeitungsrichtung abgeschritten, wobei in drei festgelegten Begehungsabschnitten definierter Länge (25 m) das Vorkommen von Arten eines Kennarten-Katalogs erfasst wird. Dieser Kennartenkatalog besteht aus insgesamt 20 typischen Ackerwildkrautarten bzw. Artengruppen, die leicht im Gelände identifizierbar sind und hier als Acker-Kennarten bezeichnet werden. Als artenreich eingestuft werden alle Flächen mit mindestens vier Acker-Kennarten. In den Jahren 2001 und 2002 wurde die Methode auf 42 Projektbetrieben angewendet, wobei sie sowohl von Landwirten als auch von den Projektbearbeitern angewendet wurde. Im Jahr 2003 diente ein Methodenvergleich auf weiteren 39 Ackerflächen der Absicherung der Methode. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass die gewählte Methode einerseits praktikabel und aussagekräftig ist, dass es aber andererseits Anpassungen des Kennartenkatalogs an naturräumliche Gegebenheiten und praktische Einführungen für die Landwirte in die Anwendung der Methode bedarf. Das Instrument, das zur Anwendung durch den Bewirtschafter konzipiert wurde, kann darüber hinaus auch dazu beitragen, die Sensibilität des Bewirtschafters gegenüber dem Schutzgut „Biodiversität“ auf Ackerflächen zu steigern.

Englische Version

Keywords/Stichworte:Ackerwildkräuter; artenreiche Ackerflächen; floristische Diversität; Methodenentwicklung; ökologische Leistung

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Autor:D. BRABAND, Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest e.V., Biologische Station, Teichstr. 19, D-59494 Soest, E-Mail: d.braband@gmx.de;
T. VAN ELSEN, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL Deutschland e.V.), Nordbahnhofstraße 1a, D-37213 Witzenhausen, E-Mail: thomas.vanelsen@fibl.org


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