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Ackerwildkräuter konventionell und biologisch bewirtschafteter Äcker im östlichen Meißnervorland – Entwicklung in den letzten 30 Jahren

Zusammenfassung
Das östliche Meißnervorland in Nordhessen ist als besonders artenreiches Refugium selten gewordener Ackerwildkräuter bekannt. Auf den bereits 1975 und 1990 floristisch gut untersuchten Ackerflächen wurden mit 348 Vegetationsaufnahmen im Jahre 2002 erneut Daten zur aktuellen Segetalvegetation erhoben. Die pflanzensoziologische Vergesellschaftung der Arten und deren Entwicklung wird, differenziert für die Rand- und Innenbereiche der Felder, vorgestellt.
Seltene Pflanzengemeinschaften, wie z.B. die Haftdolden-Adonisröschen-Gesellschaft, sind nach wie vor im Gebiet vorhanden, jedoch zunehmend floristisch verarmt und beschränkt auf die Randbereiche von Feldern. Gut zwei Drittel der Aufnahmen im Innenbereich der Flächen lassen sich heute aus Mangel an Arten keiner Vegetationseinheit mehr zuordnen. Ökologisch bewirtschaftete Äcker weisen gegenüber den konventionell bewirtschafteten Flächen eine zwei- bis dreifach höhere Wildkrautartenzahl auf. Ebenso ist die Artenzahl der Wildkräuter in Sommerungen wesentlich höher als in Winterungen. Insgesamt wurde ein starker Artenrückgang festgestellt, insbesondere von seltenen, Pflanzengesellschaften charakterisierenden Arten. Möglichkeiten für einen stärkeren Schutz der selten werdenden Arten werden diskutiert.

Englische Version

Keywords/Stichworte:Ackerwildkräuter; Artenrückgang; Wiederholungskartierung; Brachen

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Autor:C. HOTZE, Büro für Naturschutz, Ökologie und Landbau, Kasseler Landstraße 29, D-37213 Witzenhausen, E-Mail: Hotze@buero-noel.de;
T. VAN ELSEN, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL Deutschland e.V.), Nordbahnhofstraße 1a, D-37213 Witzenhausen, E-Mail: Thomas van Elsen@fibl.org


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