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Wissenschaftliche Zeitschriften
Auswertungen von Grenzaufwand-Versuchen in Bezug auf das notwendige Maß beim Herbizideinsatz
Zusammenfassung
Für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln sind Unterlagen einzureichen, aus denen hervorgeht, dass die beantragte Dosis zum Erreichen einer ausreichenden Wirkung notwendig ist. Die Forderung nach der minimal wirksamen Aufwandmenge ergibt sich aus dem Pflanzenschutzgesetz in Verbindung mit der Richtlinie 91/414/EWG. Eine besondere Bedeutung erlangt der Grenzaufwand in Verbindung mit dem Reduktionsprogramm chemischer Pflanzenschutz und dem Ziel, den Herbizideinsatz auf das notwendige Maß zu begrenzen. Langjährige Erfahrungen aus der Praxis und Untersuchungen zeigen, dass im Einzelfall die notwendige Dosis weit unter der zugelassenen Aufwandmenge liegen kann. Es scheint daher erforderlich, bei der Wirksamkeitsprüfung umfangreicher und vor allem systematischer als bisher die Wirkungsreserven eines Herbizids zu bewerten und daraus ableitend Fachinformationen für die Anwender bereitzustellen. GrenzaufwandVersuche sind grundsätzlich geeignet, Ausmaß und Bedingungen zu identifizieren, unter denen der Mittelaufwand ohne Wirkungsverlust gesenkt werden kann. Das setzt nicht nur eine ausreichende Anzahl von Versuchen unter verschiedenen klimatischen und ackerbaulichen Bedingungen voraus, sondern auch eine umfangreiche Dokumentation und Auswertung. Entsprechende Vorgaben finden sich in den EPPO-Prüfrichtlinien, insbesondere in der Richtlinie PP 1/225 (Minimum effective dose). Im vorliegenden Beitrag werden Verbesserungen zur Durchführung und Auswertung der Wirkungsversuche vorgeschlagen und Möglichkeiten aufgezeigt, wie die zusätzlichen Erkenntnisse für eine genauere Bestimmung des notwendigen Maßes genutzt werden können.
Keywords/Stichworte:Grenzaufwand; Reduktionsprogramm chemischer Pflanzenschutz; Zulassung; Wirksamkeit
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Autor:A. VERSCHWELE, P. ZWERGER, Institut für Unkrautforschung, Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Messeweg 11-12, D-38104 Braunschweig, E-Mail: a.verschwele@bba.de

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