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Einfluss von Azoprim 50 WP und Isoturon 500 SC auf die Energieladung und die Zusammensetzung der Mikroflora im Boden

Zusammenfassung
Die Abbaugeschwindigkeit der herbiziden Wirkstoffe Isoproturon (Isoturon 500 SC) und Atrazin (A-zoprim 50 WP) im Boden und die Auswirkungen der Herbizidbehandlung auf die Mikroorganismenflora wurde unter Laborbedingungen untersucht. Während des Abbaus wurde die Menge an Bakterien, Aktinomyzeten und Pilzen, sowie der Anteil an proteolytischen, amylolytischen und lipolytischen Bakterien bestimmt. Gleichzeitig wurde die Menge an ATP, ADP, AMP analysiert und die Energieladung (AEC) im Boden berechnet.
Nach 56 Tagen Inkubation war Isoproturon zu 70-85 % abgebaut und Atrazin zu ca. 40 %. Die Untersuchungen zeigten, dass im Boden während des Abbaus von Isoproturon und Atrazin deutliche Änderungen in verschiedenen mikrobiologischen und biochemischen Parametern stattfanden. Der Gehalt an ATP, ADP und AMP im Boden unterlag starken Schwankungen, insbesondere zu Versuchsbeginn. Die ATP-Menge nahm anfangs ab, während ADP und besonders AMP zunahmen. Zu einem späteren Versuchszeitpunkt stieg die ATP-Menge wieder auf das Niveau der Kontrolle an und die Mengen an ADP und AMP nahmen langsam wieder ab. Die Behandlung des Bodens mit Herbiziden verursachte auch eine deutliche Abnahme der Energieladung, die proportional zur verwendeten Herbiziddosis war. Während der Inkubation des Bodens nahm die Energieladung langsam zu und erreichte zum Versuchsende Werte um 0,8. Von allen Gruppen von Mikroorganismen nahmen nach der Herbizidbehandlung besonders die Bakterien und Aktinomyzeten zu. Im Fall von Isoproturon fand diese Zunahme früher statt als bei Atrazin, hörte jedoch auch schneller wieder auf. Im herbizidbehandelten Boden, war eine größere Prozentzahl der Bakterien fähig zur Proteolyse, Amylolyse und Lipolyse als in der unbehandelten Kontrolle. Diese Tendenz war für Isoproturon ausgeprägter als für Atrazin.

Englische Version

Keywords/Stichworte:ADP; AMP; ATP; Boden; Energieladung; Herbizide; Mikroorganismen

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Autor:A. NOWAK, K. PRZYBULEWSKA, M. BLASZAK, Department of Microbiology and Environmental Biotechnology, University of Agriculture, ul. Slowackiego 17, 71-434 Szczecin, Poland, E-mail: Andrzej.Nowak@agro.ar.szczecin.pl;
J. NOWAK, A. TELESINSKI, D. KLODKA, Department of Biochemistry, University of Agriculture, ul. Slowackiego 17, 71-434 Szczecin, Poland, E-mail: Janina.Nowak@agro.ar.szczecin.pl


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