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Alfred Reich
1908 geboren in Seitendorf/Schlesien Gärtnerlehre in der Pleßschen Schloßgärtnerei in Fürstenstein/Schlesien, Friedhofsgärtner in Stettin und 1929-31 Gärtner in Italien 1931-34 zunächst als Gärtner, dann in der Planungsabteilung der Firma Foerster unter der Leitung von Hermann Mattern beschäftigt 1934-40 Bauleiter für Hermann Mattern und Herta Hammerbacher nach deren Wettbewerbsgewinn für die Deutsche Siedlungsausstellung in München-Ramersdorf, danach Leitung der neuen Zweigstelle der Firma Foerster in München. 1940-45 Gemüseanbau für die Wehrmacht in Füssen/Allgäu 1947-49 Schriftleitung der Zeitschrift Garten und Landschaft 1970 gestorben in München
Durch sein bei Mattern und Hammerbacher erworbenes Wissen kann sich Reich ab 1950 als Gartenarchitekt selbständig machen. Er plant Hausgärten, Siedlungsgrün und Grünanlagen an öffentlichen Gebäuden. Sein eindrucksvoller Stil, anfangs noch von Bornim beeinflusst, wird bald sehr elegant, repräsentativ, geometrisch und von feudalen Vorbildern geprägt. Reich äußert sich verächtlich über die Emanzipation der Frau. Nach eigentumsrechtlichen Unstimmigkeiten distanziert er sich ostentativ von Karl Foerster und dessen Gedankengut. Foerster lehnt es ab, ein Vorwort zu Reichs Buch „Gärten die wir lieben“ zu schreiben, da er dessen Texte nicht mittragen kann.
Literatur von Alfred Reich: Gärten, nahrhaft und erfreulich. 1948 Gärten, die uns glücklich machen. 1956 Gärten, die wir lieben. 1966
Sekundärliteratur: Charlotte Reitsam, Alfred Reich, in Garten und Landschaft 8/1999, S.37-40.
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