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Wissenschaftliche Zeitschriften
Ein integrierter Ansatz zur Bekämpfung von Striga hermontica in Afrika: Auswertung eines Mykoherbizids in Kombination mit resistenten Wirtspflanzen im Feld
Zusammenfassung
Das parasitische Unkraut Striga hermontica (Del.) Benth. ist ein bedeutsamer biotischer Begrenzungsfaktor im Getreideanbau Afrikas. Fusarium oxysporum Schlecht. (Foxy 2 & PSM197) wirkt spezifisch und effektiv gegen Striga und erlaubt eine einfache Massenvermehrung. Die Entwicklung dieses Mykoherbizids ist daher vielversprechend für ein integriertes Striga Management. In dieser Arbeit wurde eine Formulierung für F. oxysporum getestet mit der die Menge an Inokulum zur Anwendung im Feld reduziert werden kann. Ein Granulat, genannt „Pesta“, wurde aus Hartweizengrieß, Kaolin, Saccharose und Chlamydosporen von F. oxysporum für beide Isolate (Foxy 2 und PSM197) hergestellt. Die Wirkung dieses Granulats wurde in Kombination mit Striga - anfälligen bzw. resistenten Mais- ( Zea mays L.) und Sorghum- ( Sorghum bicolor (L.) Moench) Sorten an zwei Standorten in Nigeria (Samaru und Bagauda) getestet. Bei der Aussaat wurde jedes Pflanzloch zuerst mit 5 g einer Mischung aus Strigasamen und Sand (1:20 w/w) und dann mit 2,0 g Pesta inokuliert. Beide Isolate reduzierten effizient und in gleichem Masse den Strigabefall beider Mais- und Sorghumsorten. Im Vergleich zur Kontrolle wurde im Durchschnitt pro Parzelle die Anzahl aufgelaufener Striga Pflanzen um 75,3 % und deren Trockengewicht um 74,4 % reduziert; die Anzahl der Striga Blüten wurde um 83,6 % vermindert und die Anzahl befallener Wirtspflanzen ging um 64,8 % zurück. Die resistenten Sorten von Mais und Sorghum ergänzten in ihrer Wirkung das Mykoherbizids bezüglich der Striga Kontrolle; die Kombination von Resistenz und Mykoherbizid zeigte den höchsten Wirkungsgrad. In Mais war der Effekt des Mykoherbizids deutlicher zu erkennen ( S. hermontica wurde signifikant vermindert) als in Sorghum, der generell weniger stark befallen war. Das Wachstum und der Ertrag von Mais und Sorghum (Höhe, Trockengewicht der Stängel und Kornertrag) war bei gegebenem schwachem Strigabefall in den Behandlungen mit F. oxysporum nur geringfügig höher als in den Kontrollen. Die erreichte Verminderung von S. hermontica und dessen Blüte ist jedoch von großer Bedeutung weil damit eine weitere Vermehrung und Ausbreitung eingedämmt werden kann. Die positiven Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass die Kombination resistenter Sorten mit dem Mykoherbizid einen realisierbaren Ansatz für afrikanische Subsistenzlandwirte zur integrierten Bekämpfung von S. hermontica darstellen kann.
Keywords/Stichworte:Biologische Bekämpfung; Mykoherbizid; Striga Resistenz; Fusarium oxysporum; Parasitisches Unkraut; Striga hermontica
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Autor:B. SCHAUB, A. ELZEIN, Institute for Plant production and Agroecology in the Tropics and Subtropics (380), University of Hohenheim, D-70593, Stuttgart, Germany, e-mail: gasim@uni-hohenheim.de;
P. MARLEY, Institute for Agricultural Research (IAR), Ahmadu Bello University, P.M.B.1044, Samaru, Zaria, Nigeria, email: psmarley@yahoo.co.uk;
J. KROSCHEL, Integrated Crop Management Division, International Potato Center (CIP), Av. La Molina 1895, Apartado 1558, Lima 12, Peru, email: j.kroschel@cgiar.org

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