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Herbizidresistenz vermeiden, Wirkstoffe erhalten – eine Gemeinschaftsaufgabe von Beratung, Forschung und Praxis am Beispiel des Ackerfuchsschwanz ( Alopecurus myosuroides Huds.)

Zusammenfassung
Aus verschiedenen Regionen Deutschlands wird zunehmend über eine Minderwirkung von Graminiziden gegenüber Ackerfuchsschwanz (Alopecurus myosuroides Huds.) und anderen Ungräsern berichtet. Sind anwendungsbedingte Fehler bei der Applikation auszuschließen, kann mit resistenten oder zumindest teilweise resistenten Ungraspopulationen gerechnet werden. Betroffen sind die Herbizidgruppen der Photosystem II-, ACCase- und ALS-Inhibitoren. Die kontinuierliche Anwendung von Herbiziden mit gleichem Wirkort spielt dabei eine entscheidende Rolle. Gefördert wird diese Entwicklung durch ackerbauliche Faktoren, die die Entstehung dichter Ungraspopulationen begünstigen. Dort, wo Resistenz gegenüber einem oder mehreren Wirkstoffen besteht, muss durch ein überlegtes Herbizidmanagement das noch wirksame Herbizidspektrum so lange wie möglich geschützt werden. Dort, wo noch keine Resistenz auftritt, ist es wichtig, eine Resistenzvermeidungsstrategie zu etablieren. Herbizideinsatz und ackerbauliche Maßnahmen stellen in diesem Zusammenhang ein komplementäres System dar. Die verschiedenen Wirkstoffgruppen müssen sinnvoll kombiniert und gewechselt werden. Dazu bedarf es einer umfassenden Aufklärung des Praktikers. Neben den Beratungsinstitutionen sind die Forschung und ebenso die Industrie gefordert, ihren jeweiligen Beitrag zu leisten.

Englische Version

Keywords/Stichworte:Ackerfuchsschwanz; Fruchtfolge; Bodenbearbeitung; Herbizidresistenz; Herbizidmanagement; Resistenzvermeidungsstrategie

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Autor:R. BALGHEIM, Regierungspräsidium Gießen – Pflanzenschutzdienst, Am Versuchsfeld 17, D-34128 Kassel, E-Mail: balgheim.kassel@hlrl-hessen.de


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