Weinblätter
Weinlaub im Hausgarten wird meist nicht mit Pestiziden behandelt und ist deswegen auch zur Zubereitung von Spezialitäten geeignet. Dabei ist es unwichtig ob die Weinblätter von weißen oder roten Reben stammen, für Tafeltrauben oder zur Weinproduktion angebaut werden.
Gefüllte Weinblätter oder Dolmathes sind in der griechischen und türkischen Küche sehr beliebt und fehlen bei keinem Fest. Man kann sie bei uns in Konservendosen kaufen. Es ist aber gar nicht so schwer Weinblätter einmal selber zu füllen. Sie brauchen dazu große, ganze Weinblätter. Diese erhalten Sie, wenn Sie die für eine ausreichende Besonnung der Trauben notwendigen Ausdünnungsmaßnahmen im Sommer durchführen.
Als Füllung verwenden Sie vorgekochten, gut gewürzten Reis. Zunächst schwitzen Sie Zwiebeln in einem Topf mit ausreichend Öl an, fügen dann den Reis, Salz, Pfeffer, Petersilie, Rosinen, Pinienkerne und Zimt hinzu und kochen das ganze weich. Zum Schluss fügen Sie noch reichlich Dill hinzu. Dann packen Sie kleine Portionen der Reismasse jeweils in ein Weinblatt ein und schichten diese Päckchen eng nebeneinander in eine Topf mit gutem Boden. Zuvor haben Sie den Topf mit mehreren Weinblättern ausgelegt, damit die Röllchen beim späteren Kochen nicht anbrennen. Mit etwas Wasser, Zitronensaft und Olivenöl kochen Sie nun die gefüllten Weinblätter bei schwacher Hitze 15 bis 20 Minuten. Dei fertigen Weinblätter sollen vor dem Servieren langsam abkühlen.
Natürlich können Sie die Füllung variieren, und mit Hackfleisch anreichern. Auch eine Zitronensoße, selbstgemachte Mayonnaise oder Hollandaise verfeinert die gefüllten Weinblätter.
Wer den Weinblattgeschmack mag, die Röllchenproduktion aber zu aufwändig findet, der kann das Ganze auch als Risotto mit klein geschnittenen Weinblättern in einem kochen. Weiterer Vorteil: es können auch die kleinen Blätter mit verwendet werden, die beim Entspitzen der Reben anfallen.
Weinblätter werden aufgrund ihres Flavonoidgehaltes auch als Heilmittel genutzt. Sie werden als Venentherapeutikum gegen Venenschwäche angewendet. Ein Grund mehr ab und zu mit dem Laub der Weinrebe zu kochen.
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