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17.
Sep

Elaeagnus multiflora - die vielblütige Ölweide

2009Eingetragen von Gartenkueche 2 Kommentare
Der Elaeagnus Strauch mit reifen Früchten

Ölweidengewächse aus der Pflanzenfamilie der Elaeagnaceae kommen in Europa und Asien wildwachsend vor. Auch Sanddorn gehört zu dieser Familie. Die Gattung Elaeagnus - Ölweiden bringt unbedornte, laubabwerfende, anspruchslose Sträucher hervor, die keine Ausläufer bilden. Mit ihren unterseits silbrigen Blättern und ihren unzähligen kleinen hellgelben Blüten erinnern sie im Frühjahr an Ölbäume, die Oliven. Der überreiche Blütenflor der Ölweiden duftet stark nach Honig und lockt unzählige Bienen an.

Die Art Elaeagnus multiflora also die "vielblütige Ölweide" trägt im Herbst leuchtend rote, süßsäuerliche, essbare Früchte. Diese haben Stiel und Stein, fast wie kleine Kirschen sind in der Form aber variabel, meist länglich, bei mir im Garten rund (Bild 1). In England heist die Art "Cherry Elaeagnus". Die Früchte sind aber nur ein bißchen größer als Sanddornbeeren, lassen sich jedoch viel leichter ernten. "Kirsch-Elaeagnus" ist in China, Korea und Japan heimisch, wo sie auch als Obst genutzt wird. Bei uns ist sie leider noch so gut wie unbekannt. Sie eigenet sich als hübsche Heckenpflanze und sehr gute Bienenweide. Die Früchte geben Vögeln reichlich Nahrung.

Verwendung der Ölweidenfrüchte

Leider existiert hierzulande noch keine Sortenauslese auf größere Früchte, doch ist das halb so schlimm, weil die Ernte der kleinen, dafür unzähligen Früchte ganz einfach ist und diese sauber und ohne Stiele, also küchenfertig anfallen (Bild 2). Wenn die Früchte der vielblütigen Ölweide im September richtig reif sind, können Sie sie mit den Fingern leicht von den Zweigen abstreifen und in einer Schüssel auffangen.
Zum Frischverzehr sind die Ölweidenfrüchte wegen ihrer Steinsamen im Inneren weniger geeignet. Ihr guter Geschmack kommt vor allem zur Geltung, wenn man sie als Fruchtmus durchpassiert oder zu Saft presst. Ölweidenfrüchte ergeben eine korallenrote angenehm süße Fruchtsoße (Bild 3). Zum Einkochen von Mus benötigen Sie deswegen relativ wenig Zucker und sollten Geliermittel (Agar-Agar) zum Andicken verwenden. Ölweidenmarmelade erinnert in Farbe, Konsistenz und Geschmack an Hägemark.
Versuchen Sie diese Wildobstspezialität mit Quark und Joghurt, ins Müsli, als Milchshake, zu Sahnetorten oder für Gebäcke mit Marmelade.

Kommentare:

Pflanzung von Ölweidengewächsen

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Gartenfreund (17.09.2009 11:38:52)

Das klingt spannend! Kann man Ölweidengewächse einfach in den Garten setzen? Welche Ansprüche haben sie denn an den Standort und an das Klima? Und wo kann man die Pflanzen bekommen?

Elaeagnus

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Gartenkueche (17.09.2009 12:09:55)

Diese Ölweide Elaeagnus multiflorum kann in guten Gärtnereien bestellt und auch über das Internet bezogen werden. Der Strauch ist vollkommen anspruchslos, wird 3 m hoch, ist frosthart, steht bei mir relativ trocken auf steinigem Boden aber in der vollen Sonne. Schnitt ist nicht erforderlich, höchstens nach Jahren zur Verjüngung.

 

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