Ziergehölze nutzen? Aronia - die Apfelbeere
Die Apfelbeere (Aronia melanocarpa) ist ein anspruchsloser Wildstrauch, der sich für frei wachsende, naturnahe Hecken eignet. Aronia kann aber nicht nur als Ziergehölz gepflanzt werden, sondern ist auch ein wertvolles Wildobst - nicht nur für Vögel! Aronia ist mit Apfel, Birne und Pflaume verwandt. Sie gehört zur artenreichen und einheimischen Pflanzenfamilie der Rosengewächse (Rosaceae), stammt aber ursprünglich aus Nordamerika. Aronia ist ein kleiner 1 bis 2 Meter hoher, dornenloser, sehr frostharter Strauch mit schönem Blütenflor im Mai (Bild 2) und orangeroter Herbstfärbung der Blätter. Die kleinen Früchte der Aronia wachsen in Dolden wie Vogelbeeren. Lange bevor sie richtig reif sind, sind sie außen bereits ansprechend schwarz gefärbt und sehen wie Heidelbeeren aus.
Wollen Sie die überaus gesunden Aroniabeeren in der Küche nutzen, so sollten Sie sich mit dem Pflücken gedulden, denn sie sind besonders herb und entwickeln ihre leichte Süße erst bei voller Reife. Dann ist auch das Fruchtfleisch im Inneren tief violett gefärbt (Bild 3). Sie sollten Ihre Aroniabeeren nicht vor Mitte August ernten. Am besten tun Sie dies mit der Pflanzenschere und schneiden die gesamten Dolden ab. So sind die Aroniabeeren ein bis zwei Wochen lagerfähig. In kleinen Mengen können Sie die herben Früchte frisch essen. Die Kerne beziehungsweise Samen dieses Rosengewächses setzen beim Zerbeißen aber, wie auch Apfelkerne, in geringen Mengen Blausäure frei. Dies erklärt das leichte Bittermandel-Aroma der Aronia, es kommt vom Amygdalin. Werden die Aroniabeeren verarbeitet und dabei zerkleinert oder erhitzt, entweicht die Blausäure, wodurch das Produkt unschädlich wird. Aroniabeeren sind aufgrund ihres hohen Polyphenolgehalts, also ihrer Gerbstoffe, sehr gesunde Früchte mit unvergleichlich hoher antioxidativer Wirkung - rund zwanzig mal so stark wie Rotwein. Durch das Einkochen von Marmelade oder Saft wird ihr Geschmack gefällig. Aroniasaft ist noch in sehr hoher Verdünnung tiefrot und färbt Mixgetränke, Joghurt oder selbstgemachte Eiscreme intensiv rot. Aroniakonfitüre oder Kompott schmeckt aromatisch-herb und fruchtig und eignet sich, ganz ähnlich wie Preiselbeeren, auch in Soßen und zu Wildgerichten. Feinschmecker können aus Aronia auch Gelee, Likör oder Wein bereiten und obendrein etwas für Ihre Gesundheit tun.
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Kommentare:
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Hallo Frau Goldscheider, schön, dass Sie auch in Ihrem Blog davon berichten, den ich soeben gefunden habe. Die Sendung im SWR war ebenfalls sehr schön. Herzliche Grüße Ingmar Kaufmann
