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StartseiteEinzigartige Blätter
Die interessanten, fächerartigen Blätter sind manchmal in der Mitte tief gespalten. Sie machen den Ginkgo vom Frühling bis zum Herbst zu einem besonderen Schmuckstück. Nach dem Austrieb sind sie erst frischgrün, später werden sie etwas dunkler und vor dem herbstlichen Blattfall färben sie sich leuchtend goldgelb.
Bei älteren Bäumen sind im Herbst manchmal etwa kirschengroße gelbe bis orangefarbene Früchte zu sehen. Sie fallen erst nach dem Laubfall vom Baum. Nicht jeder Ginkgo entwickelt Früchte, denn diese Bäume sind „zweihäusig“, das heißt, es gibt männliche und weibliche Bäume. Weil die Früchte einen unangenehmen Geruch verströmen, werden in Europa vor allem die nicht fruchtenden, männlichen Ginkgos angepflanzt. Ganz anders dagegen im Fernen Osten: Dort gelten die Samen als Delikatesse. Nicht nur kulinarisch, sondern auch im medizinischen Bereich und bei der Schönheitspflege wird der Ginkgo in Teilen Ostasiens sehr geschätzt. Dem Baum wird eine Fülle an Heilwirkungen nachgesagt und seine Blätter wurden dort unter anderem bei Hauterkrankungen und Gedächtnisstörungen verwendet. Mittlerweile wird der Ginkgo auch in Europa medizinisch genutzt und Ginkgo-Extrakte finden sich unter anderem in vielen durchblutungsfördernden Präparaten und in Medikamenten gegen altersbedingte Erkrankungen.
Ein Baum mit vielen Namen
Der Ginkgo ist ein Baum mit vielen Namen und sogar die Schreibweise ist variabel, denn seit der Rechtschreibreform ist auch die Variante „Ginko“ zulässig. Botanisch heißt er mit vollem Namen Ginkgo biloba. Der Gattungsname Ginkgo geht zurück auf eine fehlerhafte Übersetzung von Ginkyo aus dem Japanischen für Gin = Silber und für kyo = Aprikose, denn die Früchte der weiblichen Ginkgos ähneln Mini-Aprikosen. Der Artname biloba bezieht sich auf die Zweilappigkeit der Blätter. Darüber hinaus hat der Ginkgo noch viele andere Namen wie Mädchenhaarbaum, Goethebaum, Goldfruchtbaum, Weltenbaum, Chinesischer Tempelbaum, Silberaprikose und – wegen der besonderen Blattform – auch Elefantenohr- und Entenfußbaum. Inzwischen ist er auch unter dem Namen Jahrtausendbaum bekannt, denn zum Jahrtausendwechsel wurde dem Ginkgo eine besondere Ehre zuteil: Er erhielt vom Kuratorium Baum des Jahres den Ehrentitel „Baum des Jahrtausends“, unter anderem wegen seiner beeindruckenden Vergangenheit und seines großen Potentials für die Zukunft.
Große Vielfalt
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