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Der Spargelkohl

Der Spargelkohl ist wohl eher unter dem Namen Brokkoli ( Brassica oleracea convar. Botrytis) bekannt. Er hat in den letzten Jahren unsere Gemüsetheken so richtig erobert und vermutlich den Blumenkohl in seiner Beliebtheit schon überrundet hat. Dieses Gemüse ist aber keine neue Züchtung, sondern wurde schon früher in Kleinasien und im Mittelmeerraum angebaut. Auch die Römer pflanzten ihn in Mitteleuropa an, aber bei uns hat er sich erst in den letzten Jahrzehnten durchsetzen können. Mittlerweile ist Brokkoli fast das ganze Jahr über auf dem Markt erhältlich und kann auch problemlos im Garten angebaut werden.

Blüten über Blüten
Brokkoli gehört zur Gruppe der Kohlgewächse, die zu den Kreuzblütlern zählen. Er ist eng mit dem Blumenkohl verwandt. Der verwertbare Teil der Pflanze ist der Blütenstand, dessen einzelne Blüten noch nicht aufgeblüht, sondern fest verschlossen sind. Die Blütenknospen sitzen in großer Zahl auf den Stielen, deren zartere Bereiche ebenso wie die kleinen Blätter unterhalb des Blütenstandes auch mitverwertet werden können.
Der Begriff Brokkoli leitet sich übrigens von dem lateinischen Wort „brachium“ ab, was Arm oder Zweig bedeutet und sich auf die baumähnliche Form bezieht.

Brokkoli sollte geerntet werden, wenn er eine dunkelgrüne Farbe besitzt und die Blüten noch fest geschlossen sind. Nach der ersten Ernte, also dem Abschneiden des Haupttriebes mit dem großen Blütenstand, bilden sich in den Blattachseln kleine Nebenköpfe, die ebenso später geerntet werden können, obschon sie wesentlich kleiner bleiben.
Besonders lange hält er sich, wenn er in Folie verpackt in der 0°-Zone des Kühlschranks aufbewahrt wird. Hier zeigt er noch nach einer Woche kaum einen Qualitätsverlust.
Brokkoli eignet sich auch gut zum Einfrieren. Hierfür wird er geputzt und zerteilt, etwa 3 Minuten blanchiert und nach dem Abkühlen eingefroren.

Brokkoli ist meistens grün gefärbt, es gibt aber auch violette, gelbe oder weißliche Sorten. Der Blütenstand ist nicht so fest wie beim Blumenkohl und man kann deutlich die winzigen Einzelblüten erkennen.

Stärkt Herz und Kreislauf
Über den gesundheitlichen Wert des Brokkolis gibt es keine Zweifel. Er ist leicht verdaulich und somit auch für Personen mit empfindlichem Magen gut verträglich. Fast alle Mineralstoffe liegen in großen Mengen vor und auch der Gehalt an Vitamin A und C ist recht hoch. Somit stärkt Brokkoli die Abwehrkräfte, fördert die Knochenbildung, beugt Herz- und Kreislauferkrankungen vor und hat einen günstigen Einfluss auf Blutdruck und Cholesterinspiegel. Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Verdauung an. Der für Gemüse recht hohe Kalziumgehalt macht den Brokkoli zu einer wertvollen pflanzlichen Kalziumquelle.
Die reichlich enthaltenen Flavonoide wirken zusammen mit Vitamin C als Radikalfänger und hemmen somit die Entstehung von Krebs und wirken zellerneuernd. Andere wertvolle Inhaltsstoffe beugen nachweislich Leber-, Lungen- und Brustkrebs vor. Brokkoli wird auch zur Vorbeugung von Arteriosklerose empfohlen. Außerdem wirkt er besonders beruhigend und schlaffördernd.


Mehr zum Buch finden Sie hier:

Ulmers großes Obst- und Gemüsebuch

Ulmers großes Obst- und Gemüsebuch. Gabriele Lehari. 2002. 176 S., 135 Farbf., 5 Zeichn., 70 Tab., geb. ISBN 978-3-8001-3975-0. € 12,90 weiter lesen ...



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