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Agapanthus

Die Schmucklilie oder Liebeslilie, wie diese dankbare Kübelpflanze auch genannt wird, erfreut sich großer Beliebtheit und ist deshalb in vielen Gärten und auf Terrassen zu finden. Leider ist sie bei uns nicht winterhart und muss bei niedrigen Temperaturen frostfrei überwintert werden.

Die schmucke Kübelpflanze stammt ursprünglich aus Südafrika. Man unterscheidet eigentlich drei verschiedene Arten. Eine genaue Bestimmung gestaltet sich zwischenzeitlich aber sehr schwer, denn gleichzeitig sind aus diesen Arten neue Hybriden entstanden. Diese blühen in unterschiedlichen Blautönen sowie in Weiß.
 
Die reinen Arten werden als Agapanthus africanus , Agapanthus praecox sowie Agapanthus campanulatus bezeichnet. Die beiden erst genannten Arten sind immergrün, die letzte Art zieht im Winter vollkommen ein und treibt erst im Frühjahr erneut aus.
 
Standortbedingungen und Pflege
Das aus Afrika stammende Liliengewächs schätzt einen warmen, vollsonnigen Standort und hat einen erstaunlich hohen Wasserbedarf. Mit ausreichend Wasser und regelmäßigen Düngergaben versorgt blüht die stattliche Pflanze ab etwa Mitte Juli sehr regelmäßig. Die Blütenstände der Pflanze erreichen dabei eine Länge von gut 150 cm, die dann von prächtigen Blütendolden gekrönt werden, die nicht selten aus gut einhundertfünfzig Einzelblüten bestehen.
 
Während der Hauptwachstumszeit, also noch vor der Blüte, benötigen die bleistiftstarken Wurzeln sehr viel Wasser; die Pflanze sollte dann auch nie austrocknen. Bei einem zu trockenen Standort bleiben die frühzeitig angesetzten Blütenschäfte gern stecken und öffnen sich gar nicht. Erst wenn die Blüten sich vollkommen geöffnet haben, dürfen die Wasser- und Düngergaben langsam reduziert werden.
 
Sowohl bei der Art A. africanus als auch A. praecox halten die Blüten sehr lange. Man sollte sie auch nicht abschneiden, wenn sie verblüht sind. Denn die Pflanzen warten noch mit einer weiteren Überraschung auf. Die Blüten werden bedingt durch ihre lange Haltbarkeit allesamt von Insekten bestäubt und setzen dann Samen an. Bei noch sehr jungen Pflanzen sollte man es aber nicht so weit kommen lassen, weil die Pflanze dadurch sehr viel Kraft verliert. Etablierte und mehrjährige Pflanzen setzen dagegen gern interessant geformte Samenkapseln an, die zunächst grün erscheinen und sich bis zum Zeitpunkt der Einwinterung langsam schwarz färben. Die sehr drahtigen Stiele mit den bizarren Samenständen lassen sich dann auch noch trocknen und für Dekorationen verwenden.
 
Besondere Hinweise
Im Gegensatz zu vielen anderen Kübelpflanzen blüht der Agapanthus am besten, wenn er fest verwurzelt in seinem Pflanzgefäß steht. Häufige Störungen und zu große Pflanzgefäße nimmt er eher übel und blüht dann schlecht. Umtopfen ist also immer nur dann nötig, wenn die Pflanze droht, den Topf zu sprengen. Das erleichtert zwar nicht unbedingt das Gießen, man wird andererseits aber mit einem regelrechten Blütensegen belohnt.
 
Überwinterung
Eine frostfreie Überwinterung ist für alle bekannten Agapanthus-Arten sehr wichtig, denn sie vertragen keine Minustemperaturen. Der Standort sollte auch im Winter sehr hell sein. Niedrige Temperaturen zwischen 5 und 8 °C wären ideal. Stehen die Pflanzen wärmer, treiben sie gern durch und produzieren dann leider auch noch Blütenstände, die bedingt durch die geringen Lichtverhältnisse im Winter sehr dünn und schwach ausfallen. Die Wassergaben kann man zu diesem Zeitpunkt stark reduzieren, vollkommen austrocknen sollte die Pflanze jedoch nicht. Während der „Ruhephase“ werden die ältesten Blätter an den unteren Bereichen der Schäfte braun. Sie kann man regelmäßig abtrennen, indem man die Blätter teilt und rechts und links von der Pflanze abzieht.

Autor: Peter Hagen

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