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Rosen richtig schneiden

Eine alte Gärtnerregel besagt: Wenn die Forsythien blühen, sollte man seine Rosen geschnitten haben. Also, wer es bis jetzt noch nicht gemacht hat – noch blühen die Forsythien. Viel früher zu schneiden macht keinen Sinn, denn nach dem Schnitt treiben viele Rosensorten gern aus. Das ist zwar nicht weiter schlimm, doch treten dann häufig noch unvermittelt Fröste auf und die können die Neutriebe schädigen. Das hätte einen erneuten Schnitt zur Folge.

Die Schnittmaßnahmen für Rosen sind von der Pflanzenart abhängig und sollten individuell ausgeführt werden. Manchmal ergeben sich sogar Unterschiede innerhalb einzelner Sorten. Besonders ausgeprägt ist dies bei Bodendeckerrosen mit ihren sehr unterschiedlichen Wuchseigenschaften. Wenn diese Rosen schon über einen längeren Zeitraum im Garten sitzen, kann man sie bedenkenlos auch einfach mal mit einer Heckenschere zurechtstutzen, wobei mindestens ein Drittel zurückgenommen werden muss.
 
Etwas korrekter geht man mit Edelrosen, Polyantha- und Floribundarosen um. Diese schneidet man bis auf drei Augen zurück und legt großen Wert auf das Entfernen von Totholz. Der Rückschnitt muss so erfolgen, dass das Auge unterhalb der Schnittstelle nach außen weist. Die Schnitte sollten immer gerade angebracht werden, damit die Schnittstelle möglicht klein gehalten wird. Ebenso verfährt man mit den Kronen der Hochstammrosen.
 
Strauchrosen kürzt man an den äußeren Trieben zumindest um ein Drittel ein und versucht, beim Schneiden einen leicht pyramidalen Aufbau zu erreichen. Triebe, die älter als fünf Jahre sind, kann man direkt über dem Boden entfernen. Sie sind leicht durch eine andersfarbige Rinde zu erkennen und haben im Vorjahr meistens nicht so gut geblüht.
 
Kletterrosen müssen sehr individuell behandelt werden. Beim Frühjahrsschnitt geht es hier in erster Linie darum, die abgestorbenen Triebteile zu entfernen. Bei älteren Pflanzen müssen ebenfalls die ältesten Triebe entfernt werden. Sie blühen kaum noch und machen die Pflanzen von unten her kahl. Sind sie erst einmal entfernt, treiben die meisten Sorten mit neuen Trieben bereitwillig aus. Da die wenigsten Kletterrosensorten tatsächlich klettern, befestigt man während des Schneidens alle losen Triebe erneut am Rankgitter.

Autor: Peter Hagen

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