Die Bitter-Melone, die im südlichen Teil der Küstenebene im Heiligen Land und im Jordan-Tal wächst, wird einmal in der Bibel erwähnt. Gar nicht so gut schmeckten den Jüngern des Propheten Elias die Früchte „eines wilden Rankengewächses“, die sie in der Nähe von Gilgal fanden. Der Ausruf: „Der Tod ist im Topf“, ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass es sich hier um die giftigen Früchte des Melonengewächses Citrullus colocynthis gehandelt haben muss. Die Samen sind genießbar und liefern den Beduinen in kargen Zeiten eine Art grobes Brot.
Elischa kehrte nach Gilgal zurück. Im Land herrschte damals eine Hungersnot. Als die Prophetenjünger vor ihm saßen, befahl er seinem Diener: Setz den großen Topf auf und koch ein Gericht für die Prophetenjünger! Einer von ihnen ging auf das Feld hinaus, um Malven zu holen. Dabei fand er ein wildes Rankengewächs und pflückte davon so viele Früchte, wie sein Gewand fassen konnte. Dann kam er zurück und schnitt sie in den Kochtopf hinein, da man sie nicht kannte. Als man sie aber den Männern zum Essen vorsetzte und sie von der Speise kosteten, schrien sie laut und riefen: Der Tod ist im Topf, Mann Gottes. Sie konnten nichts essen. Doch er befahl: Bringt mir etwas Mehl! Er streute das Mehl in den Topf und sagte: Setzt es nun den Leuten zum Essen vor! Jetzt war nichts Schädliches mehr im Topf.
2. Könige 4,38-41
Das Buch
Bibelpflanzen
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Bibelpflanzen. Kennen und kultivieren. Wolfgang Kawollek, Henning Falk. 2005. 130 S., 92 Farbfotos, 9 historische Abb., geb. ISBN 978-3-8001-4692-5. € 24,90