Dornen und Stacheln

<i>Sarcopoterium</i> Blüte
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Sarcopoterium Blüte
Nachfolgend 47 Bibelstellen in denen Dornen und Stacheln erwähnt werden. Neben den Disteln sind Pflanzen mit „Dornen“ und „Stacheln“ (in der Regel holzige Pflanzenarten mit spitzen Schutzeinrichtungen) eine Pflanzengruppe, der etwas negatives anhaftet, zumindest werden Dornen und Stacheln von uns Menschen im Allgemeinen nicht besonders geschätzt.

Das ist heute nicht anders als zu biblischen Zeiten. Dornen werden an einer Vielzahl von Stellen im alten und neuen Testament erwähnt. Wie die Disteln (auch sie tragen spitze Schutzeinrichtungen, meist werden Dornen und Disteln in der Bibel in einem Satz genannt) symbolisieren sie in der Bibel das Böse, sie stehen für Bestrafung, Unheil, Untergang und Zerstörung.

Um welche Arten sich es bei den in der Bibel mit dem Sammelname Dornen bezeichneten Pflanzen im einzelnen tatsächlich handelt ist meist unklar. Neben dem Christdorn (Ziziphus spina-christi) und Lotusdorn (Ziziphus lotus) sowie der Dornigen Becherblume (Sarcopoterium spinosum) kommen folgende im Heiligen Land verbreitete, holzige Pflanzenarten mit Dornen oder Stacheln in Frage. Sie zeichnen sich durch ihr häufiges Vorkommen und ihre auffallende Erscheinung aus.

Brombeere Rubus sanguineus

Rubus sanguineus ist eine Brombeerart, die in den mittleren und nördlichen Teilen Israels recht häufig anzutreffen ist und oft undurchdringliche Dickichte bildet. Bei den im 4. Buch Mose 33,55 genannten Stacheln und bei den Dornen bei Lukas 6,44 sowie bei den Dornen und Schlingen die auf dem Weg liegen im Buch der Sprichwörter 22,5, soll es sich um die Brombeere handeln.

Zilla Zilla spinosa

Die Zilla ist eine sehr stachelige und ziemlich auffallende Pflanze. Ein ausdauerndes Kraut (Staude), das bis zu 1 m hoch und breit wird, mit wirr verzweigten Ästen, die als lange, scharfe Stacheln enden. Im voll entwickelten Zustand löst sich die ganze Pflanze von der Wurzel und „treibt“ bei entsprechendem Wind über die Erde.

Bocksdorn Lycium europaeum

Der Bocksdorn ist ein dorniger, im oberen Bereich wirr verzweigter, laubabwerfender Strauch. Hübsch sind die langen, röhrenförmigen, rosa bis blauen Blüten. Die Frucht ist eine kleine, essbare Beere.

Dornen und Disteln lässt er dir wachsen und die Pflanzen des Feldes musst du essen.

1. Mose (Genesis) 3,18

All die Übeltäter aber sind wie verwehte Dornen; man fasst sie nicht mit der Hand an.

2. Samuel 23,6

Seine Ernte verzehrt der Hungernde, selbst aus Dornen holt er sie heraus, Durstige lechzen nach seinem Gut.

Ijob 5,5

Wenn über mich mein Acker schrie, seine Furchen miteinander weinten, wenn seinen Ertrag ich verzehrte, ohne zu bezahlen, das Verlangen seines Herrn ich unerfüllt ließ, sollen Dornen wachsen statt Weizen, statt Gerste stinkendes Kraut. Zu Ende sind die Worte Ijobs.           

Ijob 31,38-40

Dornen und Schlingen liegen auf dem Weg des Falschen; wer sein Leben behütet, bleibt ihnen fern.             

Sprichwörter 22,5

Besser die Mahnrede eines Gebildeten anhören, als dem Gesang der Ungebildeten lauschen; denn wie das Prasseln der Dornen unter dem Kessel, so ist das Lachen des Ungebildeten. - Aber auch das ist Windhauch, denn: Erpressung verblendet den Gebildeten und Bestechung verdirbt den Verstand.

Kohelet 7,5-7

Schau, deinen Weinberg umzäunst du mit Dornen, mach auch Tür und Riegel an deinen Mund!

Sirach 28,24

Auch den Reif schüttet er aus wie Salz und lässt Eisblumen sprießen wie Dornen.

Sirach 43,19

Zu Ödland will ich ihn machen. Man soll seine Reben nicht schneiden und soll ihn nicht hacken; Dornen und Disteln werden dort wuchern. Ich verbiete den Wolken, ihm Regen zu spenden.

Jesaja 5,6

An jenem Tag wird jedes Grundstück, auf dem jetzt tausend Weinstöcke im Wert von tausend Silberstücken stehen, voll von Dornen und Disteln sein.

Jesaja 7,23

Nur mit Pfeil und Bogen geht man dorthin; denn das ganze Land ist voll von Dornen und Disteln.

Jesaja 7,24

Aus Angst vor den Dornen und Disteln geht man auf keinen von all den Bergen mehr, die man jetzt noch mit der Hacke bearbeitet. Man treibt die Rinder dorthin und lässt die Schafe dort weiden.

Jesaja 7,25

Denn ihre Bosheit loderte auf wie ein Feuer, das Dornen und Disteln verzehrt. Es entzündete das Dickicht des Waldes, sodass es in Rauchschwaden aufging.

Jesaja 9,17

Israels Licht wird zum Feuer, sein Heiliger wird zur Flamme. Sie brennt und verzehrt die Dornen und Disteln von Assur an einem einzigen Tag.

Jesaja 10,17

Ich habe jetzt keinen Zorn mehr. Fände ich Dornen und Disteln darin, ich würde sie alle bekämpfen, ich würde sie alle zusammen verbrennen, es sei denn, man sucht bei mir Schutz und schließt mit mir Frieden, ja Frieden mit mir.

Jesaja 27,4-5

Schlagt euch an die Brust und klagt um die prächtigen Felder, die fruchtbaren Reben,13 um die Äcker meines Volkes, auf denen nur Dornen und Disteln wachsen, um all die Häuser voll Jubel, um die fröhliche Stadt.

Jesaja 32,12-13

Die Völker werden zu Kalk verbrannt. Sie lodern wie abgehauene Dornen im Feuer.

Jesaja 33,12

An seinen Palästen ranken sich Dornen empor, in den Burgen wachsen Nesseln und Disteln. Das Land wird zu einem Ort für Schakale, zu einem Platz für die Strauße.                                                                
Jesaja 34,13

Statt Dornen wachsen Zypressen, statt Brennnesseln Myrten. Das geschieht zum Ruhm des Herrn als ein ewiges Zeichen, das niemals getilgt wird.

Jesaja 55,13

Denn so spricht der Herr zu den Leuten von Juda und zu Jerusalem: Nehmt Neuland unter den Pflug und sät nicht in die Dornen!

Jeremia 4,3

Sie haben Weizen gesät und Dornen geerntet, sie haben sich abgemüht, doch ohne Ertrag. Enttäuscht sind sie von ihrer Ernte; (sie ist vernichtet) durch den glühenden Zorn des Herrn.    

Jeremia 12,13

Du aber, Menschensohn, fürchte dich nicht vor ihnen, hab keine Angst vor ihren Worten! Wenn dich auch Dornen umgeben und du auf Skorpionen sitzt, hab keine Angst vor ihren Worten und erschrick nicht vor ihrem Blick; denn sie sind ein widerspenstiges Volk.                       

Ezechiel 2,6

Ja, sie müssen fort, denn ihr Land ist verwüstet; Ägypten sammelt sie ein, Memfis begräbt sie. So kostbar ihr Silber auch ist, das Unkraut wird es von ihnen erben, in ihren Zelten wachsen die Dornen.

Hosea 9,6

Verwüstet werden die unheilvollen Kulthöhen, diese Sünde Israels. Dornen und Disteln überwuchern ihre Altäre. Dann wird man zu den Bergen sagen: Deckt uns zu!, und zu den Hügeln: Fallt auf uns!

Hosea 10,8

An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen?

Matthäus 7,16

Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat.

Matthäus 13,7

In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort zwar hört, aber dann ersticken es die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum und es bringt keine Frucht.      

Matthäus 13,22

Dann flochten sie einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf und gaben ihm einen Stock in die rechte Hand. Sie fielen vor ihm auf die Knie und verhöhnten ihn, indem sie riefen: Heil dir, König der Juden!

Matthäus 27,29

Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat und sie brachte keine Frucht.

Markus 4,7

Bei anderen fällt das Wort in die Dornen: sie hören es zwar, aber die Sorgen der Welt, der trügerische Reichtum und die Gier nach all den anderen Dingen machen sich breit und ersticken es und es bringt keine Frucht.

Markus 4,18-19

Wieder ein anderer Teil fiel mitten in die Dornen und die Dornen wuchsen zusammen mit der Saat hoch und erstickten sie.

Lukas 8,7

Unter die Dornen ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort zwar hören, dann aber weggehen und in den Sorgen, dem Reichtum und den Genüssen des Lebens ersticken, deren Frucht also nicht reift.

Lukas 8,14

Die Soldaten flochten einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf und legten ihm einen purpurroten Mantel um.

Johannes 19,2

Wenn ein Boden den häufig herabströmenden Regen trinkt und denen, für die er bebaut wird, nützliche Gewächse hervorbringt, empfängt er Segen von Gott; trägt er aber Dornen und Disteln, so ist er nutzlos und vom Fluch bedroht; sein Ende ist die Vernichtung durch Feuer.     

Hebräerbrief 6,7-8

Da sagten alle Bäume zum Dornenstrauch: Komm, sei du unser König! Der Dornenstrauch sagte zu den Bäumen: Wollt ihr mich wirklich zu eurem König salben? Kommt, findet Schutz in meinem Schatten! Wenn aber nicht, dann soll vom Dornenstrauch Feuer ausgehen und die Zedern des Libanon fressen.

Richter 9,14-15

Dann droht dem Haus Israel kein stechender Dorn und kein verletzender Stachel mehr von all seinen feindlichen Nachbarn. Daran werden sie erkennen, dass ich Gott, der Herr, bin.     

Ezechiel 28,24

Jesus spricht vom Dornstrauch im Rahmen der Bergpredigt. Jeden Baum erkennt man an seinen Früchten: Von den Disteln pflückt man keine Feigen und vom Dornstrauch erntet man keine Trauben.“

Lukas 6,44

Doch Joasch, der König von Israel ließ dem König Amazja von Juda sagen: Der Dornstrauch auf dem Libanon ließ der Zeder auf dem Libanon sagen: Gib deine Tochter meinem Sohn zur Frau! Aber die Tiere des Libanon liefen über den Dornstrauch und zertraten ihn.                  

2. Könige 14,9

Doch Joasch, der König von Israel, ließ dem König Amazja von Juda sagen: Der Dornstrauch auf dem Libanon ließ der Zeder auf dem Libanon sagen: Gib deine Tochter meinem Sohn zur Frau! Aber die Tiere des Libanon liefen über den Dornstrauch und zertraten ihn.                

2. Chronik 25,18

Wenn ihr die Einwohner des Landes vor euch nicht vertreibt, dann werden die, die von ihnen übrig bleiben, zu Splittern in euren Augen und zu Stacheln in eurer Seite. Sie werden euch in dem Land, in dem ihr wohnt, in eine große Gefahr bringen.

4. Mose (Numeri) 33,55

Denn wenn ihr euch wirklich von ihm abwendet und euch diesen Völkern, die bei euch noch übrig geblieben sind, anschließt, wenn ihr euch mit ihnen verschwägert, wenn ihr euch mit ihnen vermischt und sie sich mit euch vermischen, dann könnt ihr gewiss sein, dass der Herr, euer Gott, diese Völker nicht mehr vor euren Augen vertreiben wird. Sie werden zur Schlinge und zur Falle für euch, zur Peitsche für euren Rücken und zum Stachel in euren Augen, bis ihr aus diesem schönen Land verschwindet, das der Herr, euer Gott, euch gegeben hat.

Josua 23,12-13

Dann droht dem Haus Israel kein stechender Dorn und kein verletzender Stachel mehr von all seinen feindlichen Nachbarn. Daran werden sie erkennen, dass ich Gott, der Herr, bin.      

Ezechiel 28,24

Aus der Gewalt der Unterwelt sollte ich sie befreien? Vom Tod sollte ich sie erlösen? Tod, wo sind deine Seuchen? Unterwelt, wo ist dein Stachel? Meine Augen kennen kein Mitleid.     

Hosea 13,14

Wir alle stürzten zu Boden, und ich hörte eine Stimme auf Hebräisch zu mir sagen: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Es wird dir schwer fallen, gegen den Stachel auszuschlagen.

Apostelgeschichte 26,14

Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?

1. Korinther 15,55

Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde ist das Gesetz.

1. Korinther 15,56

Damit ich mich wegen der einzigartigen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Stachel ins Fleisch gestoßen: ein Bote Satans, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe.

2. Korinther 12,7



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