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Wilde Malve Malva sylvestris
| |  | | | Malva sylvestris | | Hunderte von Blumenarten bedecken im Laufe des Jahres die Berge und Täler des Heiligen Landes. In der Bibel werden Blumen häufig erwähnt (siehe Stichwort Blumen), aber nur wenige sind mit spezifischen Namen bezeichnet. Bei einer dieser Blumen handelt es sich sicher um die Wilde Malve. Viele Wege, Feldränder und Brachen im Heiligen Land sind von dieser schönen Blume geschmückt. Mit Name wird die Malve nur einmal erwähnt.
Elischa kehrte nach Gilgal zurück. Im Land herrschte damals eine Hungersnot. Als die Prophetenjünger vor ihm saßen, befahl er seinem Diener: Setz den großen Topf auf und koch ein Gericht für die Prophetenjünger! Einer von ihnen ging auf das Feld hinaus, um Malven zu holen. Dabei fand er ein wildes Rankengewächs und pflückte davon so viele Früchte, wie sein Gewand fassen konnte. Dann kam er zurück und schnitt sie in den Kochtopf hinein, da man sie nicht kannte. Als man sie aber den Männern zum Essen vorsetzte und sie von der Speise kosteten, schrien sie laut und riefen: Der Tod ist im Topf, Mann Gottes. Sie konnten nichts essen. Doch er befahl: Bringt mir etwas Mehl! Er streute das Mehl in den Topf und sagte: Setzt es nun den Leuten zum Essen vor! Jetzt war nichts Schädliches mehr im Topf. 2. Könige 4,38-41 Die Wilde Malve ist aber nicht nur eine hübsche, auffällige Blütenpflanze, sondern als Heilpflanze seit dem Altertum in Gebrauch und fand und findet auch als Gemüsepflanze Verwendung. Bezeichnend für die Wilde Malve ist der hohe Gehalt an Schleimen in den Zellen der Pflanze. Der Botaniker und Bibel-Wissenschaftler Professor Michael Zohary geht davon aus, dass es sich bei dem fadem Schleim bzw. der ungesalzenen Speise bei Ijob um ein aus Malven- oder Stockrosenblättern (Althaea) zubereitetes, spinatähnliches (schleimiges) Gemüse handelt. Isst man denn ungesalzene Speise? Wer hat Geschmack an fadem Schleim? Ich sträube mich, daran zu rühren, das alles ist mir wie verdorbenes Brot. Ijob 6,6-7 Weitergehende Informationen zur Wilden Malve in der Bibel und in anderen Kulturkreisen sowie Kultur- und Pflegehinweise sind dem Buch Kawollek/Falk: „Bibelpflanzen“, zu entnehmen.


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