| Kurz vor dem Austrieb ist noch ein guter Zeitpunkt, sommerblühende Sträucher wie Sommerflieder, Schneeballhortensie und Fünffingerstrauch zu schneiden. Frühjahrsblüher wie die Forsythie werden dagegen erst nach der Blüte geschnitten, sonst schneiden Sie ihnen die bereits angelegten Blütenknospen weg und wundern sich, warum die Sträucher dieses Jahr nur spärlich blühen! Denken Sie daran, bei sonnigem Wetter das Frühbeet zu lüften, damit die Pflanzen rechtzeitig abgehärtet werden. Schneiden Sie bei den Brombeeren die alten Ruten, die über den Winter als Frostschutz gedient haben, direkt am Wurzelhals ab. Um Pilzinfektionen zu vermeiden, darf das Schnittgut auf keinen Fall unter den Pflanzen liegen bleiben. Die restlichen Ruten werden auf 2,50 m eingekürzt und fächerförmig am Gerüst festgebunden. Geiztriebe schneidet man auf 2 Augen zurück. Jetzt ist es an der Zeit, Lilienzwiebeln in die Erde zu bringen. Bei dieser Gelegenheit können Sie auch gleich die Pflanzplätze für Montbretien, Gladiolen, Tigerlilien, Canna und Dahlien vorbereiten. Im März können eingelagerte Meerrettichfechser ausgepflanzt werden. Entfernen Sie vorher alle Seitenwurzeln und legen Sie die Stangen im Abstand von 50 cm schräg in die Erde, so dass das Kopfende 5 cm tief, das Wurzelende 10 cm tief im Boden ist. Warten Sie mit dem Schnitt der Pfirsichbäume bis kurz vor der Blüte, da sie extrem frostempfindlich sind. In diesem Stadium lassen sich auch die echten von den falschen Blütenknospen gut unterscheiden. Knoblauch und Steckzwiebeln können jetzt in den Boden gebracht werden. Achten Sie auf ausreichende Pflanzabstände. Rosen frieren von oben nach unten zurück. Daher ist ein Schnitt erst nach den strengsten Frösten sinnvoll. Setzen Sie Beetrosen auf 5 bis 6 Augen zurück und beschränken Sie sich bei Kletterrosen auf das Einkürzen schwacher Seitenverzweigungen auf ca. 10 cm. Einmalblühende Strauchrosen lichtet man im Gegensatz zu mehrmals blühenden nur aus und entfernt kranke oder abgestorbene Triebe. In den nächsten 2 Wochen ist die letzte Gelegenheit, Kernobstbäume im Rahmen des Winterschnittes auszulichten und zu schneiden. Je nach Wuchsverhalten der Bäume wird stärker oder schwächer geschnitten: Ein starker Rückschnitt fördert das Triebwachstum. Für die früh austreibenden Strauchbeeren wird es jetzt höchste Zeit, spätestens in der ersten Märzhälfte sollten sie fertig geschnitten sein. Das gleiche gilt für Sauerkirschen. Äpfel, Birnen und Tafeltrauben können noch den ganzen März über geschnitten werden. Grunddüngung: Bei Bedarf an Phosphor (eher selten), Kalium und Magnesium Ausbringung Mitte März nach Bodenanalyse (hierbei wird auch der Humusgehalt sowie der ph-Wert bestimmt). Saatgut: Jetzt beginnt die Aussaatsaison. Der März sollte dazu genutzt werden um zu überprüfen, ob alle für die Frühjahrssaat erforderlichen Sämereien für den Zier- und Gemüsegarten vorhanden sind; fehlende werden jetzt angeschafft, denn im Frühjahr gibt es viele Dinge auf einmal zu tun. Gehölzpflege: Achten Sie bei vor längerer Zeit gepflanzten Gehölzen auf die Anbindestellen. Vergessene Stricke und Knoten würgen dem Baum oft den Lebensnerv ab! Zu enge Stricke werden gelockert und wenn nötig neu gebunden. Ideal ist Kokosstrick oder spezielle Bindegurte. Aussaat: Die Saubohne oder Dicke Bohne sollte so früh wie möglich gelegt werden, damit die Pflanzen einen Vorsprung besitzen, wenn die Schwarze Bohnenlaus im Frühling ihren Winterwirt, das Pfaffenhütchen verläßt und auf die Bohne übersiedelt. Aussaat: Wer Sellerie vorzieht, sollte darauf achten, daß die Temperatur in der Kinderstube nicht unter 16°C fällt. Frierende Sellerie-Jungpflanzen blühen noch im selben Jahr. Kartoffeln: Frühkartoffeln reifen früher, wenn die Knollen fachgerecht vorgekeimt werden. Dazu werden die Kartoffeln an einen hellen Platz gestellt. Ausgepflanzt wird ab Anfang April. Auch Topinamburknollen können jetzt raus. Ernte: Geerntet werden können bei offenem Boden die letzten Meerretich, Petersilienwurzeln und Sellerie, sowie die seltenen Wurzelgemüse Zuckerwurzeln und Pastinaken soweit dies nicht schon im Januar oder Februar geschehen ist. Auch die Mairübchen aus der Herbstaussaat haben den Winter auf dem Beet unbeschadet überstanden. Geröstete Kürbiskerne: Bei jedem Kürbisgericht fallen auch eine Menge Kerne an, die zum Wegschmeissen viel zu schade sind. Sie werden in einem großen Passiersieb gewaschen und vom Mark getrennt. Anschließend werden die Kerne mit Salz und Olivenöl in einer Pfanne geröstet. Die Kerne können danach zum Trocknen ausgebreitet werden, bis das Öl eingetrocknet ist und zusammen mit dem Salz eine dünne Kruste auf den Kernen bildet. Pflanzung: Auch für Stauden ist Pflanzzeit. Ab Anfang März werden wieder die connatur Pflanzenpakete versendet. Vermehrung: Die Brutzwiebeln der Schneeglöcken und Märzenbecher (Leucojum vernum) können im März bzw. nach der Blüte von der Mutterzwiebel getrennt und separat eingepflanzt werden. Auch andere Zwiebeln können vorsichtig geteilt werden, wenn ihre Spitzen jetzt aus dem Boden brechen. Die Kübelpflanzen sollten nun einen Frühjahrsschnitt erhalten, soweit sie nicht schon im Herbst zurückgeschnitten wurden. Trockene oder von Pilzen befallene Triebe werden rausgeschnitten. Rasenaussaat: Bei günstigem Wetter können Wiesen und Rasenflächen jetzt gesät werden. Wem der sterile Rasen zuwider ist, aber trotzdem nicht auf die Liegewiese verzichten möchte, sollte es mal mit einer Scherrasenmischung mit Kräutern versuchen. Beim Kernobst sollten die Schnittmaßnahmen jetzt zügig zu Ende gebracht werden. Da die Strauchbeeren früh austreibend, sollten günstigerweise komplett fertig geschnitten sein. Schnitt: Es gibt Obstarten, bei denen ein später Schnitt zur Blüte Vorteile bringt: beispielsweise bei Süßkirschen aus Gründen der besseren Wundverheilung oder bei Alternanzsorten des Apfels, bei denen in diesem Jahr ein schlechter Blütenansatz und daraus resultierend ein geringer Ertrag zu erwarten ist. Zur Blütezeit kann man dann genau feststellen, wie viele Knospen wirklich Blüten sind. |