| Bei Formpflanzen (Topiari) kann Ende August ein letzter korrigierender Gestaltungs- oder ein zweiter, mäßiger Pflegeschnitt erfolgen. Er fixiert die endgültige Form und lässt die Oberfläche des Gehölzes dichter wachsen. Ein Tipp: Holen Sie sich ein paar Gestaltungsideen bei einem Besuch der Schlossgärten in Heidelberg und Schwetzingen. Auch die Insel Mainau ist bekannt für aufwändige Formpflanzen. Damit die Schnecken nicht gleich im Frühjahr über die ersten Pflanzen im Garten herfallen, sollten Sie mit der Bekämpfung so lange wie möglich fortfahren. Legen Sie dazu Bretter zwischen den Beeten aus und sammeln Sie täglich die darunter befindlichen Schnecken und Eier ab. Selbst vermehre Oleanderpflanzen sind ein schönes "Mitbringsel". Wenn Sie Ihren Olenader ab sofort nicht mehr düngen, aber weiterhin regelmäßig gießen, können Sie von einjährigen, kräftigen Trieben Stecklinge schneiden. Sie bewurzeln sich innerhalb von 4 Wochen und können dann in einen hübschen Topf gepflanzt werden. Damit die Tafeltrauben nicht schon von den Vögeln gefressen werden, bevor sie reif sind, sollten Sie am Spalier ein Schutznetz anbringen. Doch achten Sie darauf, dass sich keine Vögel darin verfangen können. Eine Alternative sind blitzende oder klirrende Vogelschreckstreifen. Jetzt ist ein günstiger Zeitpunkt, immergrüne Gehölze zu pflanzen oder zu verpflanzen, damit sie vor dem Winter noch ausreichend Wasser aufnehmen können. Die Wurzelballen dürfen während der warmen Zeit nicht austrocknen - also bei Bedarf kräftig gießen! Damit Sie sich bereits im Frühjahr an den ersten Blüten im Garten erfreuen können, sollten Sie jetzt Zwiebeln von Tulpen, Narzissen und anderen Frühjahrsblühern in den Boden legen. Eine Faustregel besagt: Die Zwiebeln doppelt so tief ablegen, wie sie hoch sind. Noch immer können Sie Feldsalat, Spinat, Pflücksalate und Radieschen ins Freie säen. Bis Mitte der Woche gesäter Feldsalat ist noch vor Weihnachten erntereif. Wenn Sie dagegen erst nach dem 8. September säen, können Sie nicht vor März/April des kommenden Jahres ernten. Tipp: Bringen Sie vor der Saat etwas Hornmehl aus. Gartenteich: Wasserpflanzen werden nur zwischen Ende April und Oktober gehandelt. Jetzt im August ist noch immer die rechte Pflanzzeit. Verwenden Sie zum Pflanzen nur nährstoffarme Substrate, wie Kies oder Sand, denn ein Gartenteich wird schnell überdüngt. Wiesenpflege: Nach der Blüte wird die \"Blumenwiese\" gemäht. Das Kraut wird von der Fläche entfernt und an einem separaten Platz kompostiert (der Kompost enthält sehr viele Samen, die nach dem Aufbringen und Auflaufen der Kräuter in manchen Bereichen stören). Aussaat: Diesen Monat können folgende Gemüsearten für die Herbsternte ausgesät werden: Feldsalat, Radicchio, Endivien, Schnittsalat, Spinat, Herbstrüben, Chinakohl , Radieschen, Winterrettich, Rettich, Rübstiel und Kresse, Blumenkohl, Salate, Pak Choy, Winterportulak, Löffelkraut, Petersilie, Knollenfenchel, Frühlingszwiebeln, Möhren. Wenn Sie in tiefe Rillen säen, bleibt es am Grund der Rille auch im Sommer feuchter, so daß die Pflanzen besser auflaufen. Außerdem wird so das Wässern erleichtert. Einige Arten können auch in Schalen oder Topfplatten für das Herbstbeet vorkultiviert werden. Pflanzung: Folgende vorkultivierte Gemüsearten oder Staudengemüse können gepflanzt werden: Kohlrabi, Brokkoli, Grünkohl, Chinakohl, Wirsing, Kopfsalat, Winterendivie, Porree. Eine gute Pflanzschaufel oder ein Pflanzstock erleichtert auch das Gemüsepflanzen. Gepflanzt werden sollte morgens oder abends bzw. bei bedecktem Himmel. Gutes Angießen ist in dieser Jahreszeit besonders wichtig. Beetpflege: Damit Möhren, Fenchel, Schwarzwurzeln und Rote Bete kräftig werden können, sollten Sie die Reihen immer im Auge behalten. Wenn zu dicht gesät wurde, muß der Abstand durch das Herausziehen einzelner Pflanzen wieder vergrößert werden. Ausgezogene Rote Bete und Knollenfenchel können übrigens aus unserer Erfahrung wieder neu aufgepflanzt werden (Am besten bei bedecktem Himmel oder in Regenperioden). Pflege: Werden bei Blumenkohl, kurz bevor sich die Blume ausbildet, die Blätter über den Kopf geknickt, bleibt die Blume unter dem Schutz des Blätterdaches weiß und zart. Ernte: Neben den Klaräpfeln können jetzt auch ‘Starks Earliest’ sowie Birnen ‘Julibirne’), Pflaumen (‘Ontario’) und frühe Pfirsichsorten (‘Redhaven’, ‘Dixired’) vom Baum geerntet werden. Pflanzung: Im August beginnt bereits die Staudenpflanzsaison. Gepflanzt werden jetzt Madonnenlilien, Pfingstrosen, Kaiserkronen, Herbstzeitlose, Herbstkrokusse und Stauden, die im Frühsommer des kommenden Jahres blühen. Pflege: Aus optischen Gesichtspunkten können abgeblühte Stauden zurückgeschnitten werden. Das kann noch auch einen weiteren Vorteil haben, denn bei manchen Arten kommt es so zu einer Nachblüte im Herbst. Bedenken Sie aber auch, daß für die Tiere (besonders Insekten) ausreichend Stengel stehen bleiben sollten. Viele Insekten und Vögel ernähren sich außerdem von den Samen. Und wenn Sie selbst aussäen wollen, sollten die abgeblühten Stengel ohnehin bis zur Samenreife stehen bleiben Schnitt: Bei kleinkronigen Obstbäumen die zu stark wachsen wird jetzt ein Schnitt durchgeführt. Alle Triebe, die länger als 60 cm sind, werden abgenommen. Geschnitten wird mit einer scharfen Schere. Ein Buch zum Obstbaumschnitt erklärt die einzelnen Handgriffe. |